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Xi'an und die Terrakottaarmee

1 Die Terrakottaarmee (2)

Ewiger Stau auf dem Weg zur Terrakottaarmee bei Xian

Ewiger Stau auf dem Weg zur Terrakottaarmee bei Xian

Ewiger Stau auf dem Weg zur Terrakottaarmee bei Xian

Die Stadtmauer von Xian - Die Stadtmauer von Xian  ist die größte und heute vollständigste Stadtmauer in der Volksrepublik China. Dank umfangreicher Renovierungsmaßnahmen seit den 1980er Jahren ist die Stadtmauer heute auf der gesamten Länge begehbar und

Die Stadtmauer von Xian - Die Stadtmauer von Xian  ist die größte und heute vollständigste Stadtmauer in der Volksrepublik China. Dank umfangreicher Renovierungsmaßnahmen seit den 1980er Jahren ist die Stadtmauer heute auf der gesamten Länge begehbar und bildet einen rechteckigen Ring um die Altstadt Xi’ans (früher Chang’an).

An der Stadtmauer von Xian

An der Stadtmauer von Xian

Endemischer Baum an der Stadtmauer von Xian

Endemischer Baum an der Stadtmauer von Xian

Die Stadtmauer von Xian  - Die Mauer umschließt eine Fläche von ca. 12 km². Die Mauern im Norden und Süden sind ca. 3,5 Kilometer lang, das östliche und westliche Teilstück etwa 2,5 Kilometer. Die Mauern sind vom Aufbau her ein ummauerter Erdwall, 12 Mete

Die Stadtmauer von Xian  - Die Mauer umschließt eine Fläche von ca. 12 km². Die Mauern im Norden und Süden sind ca. 3,5 Kilometer lang, das östliche und westliche Teilstück etwa 2,5 Kilometer. Die Mauern sind vom Aufbau her ein ummauerter Erdwall, 12 Meter hoch, am Boden 15 bis 18 Meter, an der Krone 12 bis 14 Meter breit. Auf der Außenseite der Mauer befinden sich insgesamt 5894 Zinnen. Der Graben außerhalb der Mauer ist noch an einigen Stellen erhalten und mit Wasser gefüllt.

Gebäude zur Terrakottaarmee

Gebäude zur Terrakottaarmee

Besucherin auf dem Weg  zur Terrakottaarmee

Besucherin auf dem Weg  zur Terrakottaarmee

Die Terrakottaarmee bei Xian - Das Mausoleum Qín Shihuángdìs ist eine frühchinesische Grabanlage, errichtet für den ersten chinesischen Kaiser Qín Shihuángdì. Mit dem Bau wurde im Jahr 221 v. Chr. begonnen, und der Kaiser wurde im Jahre 210 v. Chr. darin

Die Terrakottaarmee bei Xian - Das Mausoleum Qín Shihuángdìs ist eine frühchinesische Grabanlage, errichtet für den ersten chinesischen Kaiser Qín Shihuángdì. Mit dem Bau wurde im Jahr 221 v. Chr. begonnen, und der Kaiser wurde im Jahre 210 v. Chr. darin beigesetzt.

Die Terrakottaarmee bei Xian - Der Bau der Anlage begann unmittelbar nach der Krönung von Qín Shihuángdì zum Kaiser. Wissenschaftler und Archäologen mutmaßen, dass mehr als 700.000 Arbeiter aus allen Teilen Chinas an der Errichtung beteiligt waren. Als er

Die Terrakottaarmee bei Xian - Der Bau der Anlage begann unmittelbar nach der Krönung von Qín Shihuángdì zum Kaiser. Wissenschaftler und Archäologen mutmaßen, dass mehr als 700.000 Arbeiter aus allen Teilen Chinas an der Errichtung beteiligt waren. Als er nach vielen langen Feldzügen Kaiser Chinas geworden war (221 v. Chr.), setzte er die ausgemusterten Soldaten zum Bau seines Grabmals, aber auch bei anderen Projekten ein. Hinzu kamen Sklaven und Kriegsgefangene, welche der Han-Großhistoriker Sima Qian als mit Kastration bestraft oder zu Zwangsarbeit verurteilt bezeichnete. Im gleichen Jahre ließ Shihuángdì auch den Bau einer neuen Thronhalle südlich des Wei-Flusses beginnen. Dieser Prunkbau bekam später den Beinamen Epang-Palast, dessen Ausmaße in historischen Berichten mit 675 Metern Länge und 112 Metern Breite angegeben wurden. Für beide Bauvorhaben wurden angeblich die genannte Arbeiteranzahl, also mehr als das Doppelte wie für die Große chinesische Mauer, eingesetzt. Dies führte dazu, dass in manchen Landstrichen Chinas nur noch Frauen und Kinder lebten, viele Dörfer und Bauernhöfe verlassen waren und die landwirtschaftliche Produktion stagnierte. Die einfache Bevölkerung hungerte. Von etwa 30 Millionen Untertanen starben zwei Millionen allein durch Zwangsarbeit oder Hinrichtung.

Die Terrakottaarmee bei Xian - Westlich des Dorfes Zhaobeihu, südwestlich des äußeren Mausoleums-Walls und etwa 1,6 km vom Grabhügel gelegen, wurden zwei Gräberfelder entdeckt. Hier wurden Arbeiter der Grabanlage bestattet. Eines war bereits seit langer Z

Die Terrakottaarmee bei Xian - Westlich des Dorfes Zhaobeihu, südwestlich des äußeren Mausoleums-Walls und etwa 1,6 km vom Grabhügel gelegen, wurden zwei Gräberfelder entdeckt. Hier wurden Arbeiter der Grabanlage bestattet. Eines war bereits seit langer Zeit zerstört, das andere war besser erhalten. Durch Prospektions-Bohrungen wurden insgesamt 93 kleine Gräber nachgewiesen, knapp die Hälfte wurden daraufhin freigelegt. Alle waren längliche Schachtgräber von 1,10 bis 1,76 m Länge und 0,50 bis 0,76 m Breite. Sie lagen 0,20 bis 0,76 m unter dem heutigen Bodenniveau. Meist fanden sich jeweils zwei bis drei Skelette. Die Verstorbenen, oft junge Männer, wurden in Hockstellung bestattet. Bei den Skeletten wurden 18 Ziegelscherben mit eingeritzten Zeichen gefunden. Es ist darauf von Arbeitsstrafe der Verurteilten, von denen einige aus niederen Beamten- oder Adelsschichten stammten, berichtet. Die Aufgefundenen stammten aus sechs Reichen in Shandong. Diese Funde bestätigen, dass Sträflinge zum Bau der Grabanlage herangezogen wurden. Archäologen fanden zudem etwa 100 Gräber von Zwangsarbeitern, erkennbar an eisernen Fußfesseln. Der Kaiser war nach den Schilderungen des Großhistorikers ein grausamer Tyrann, der Handwerker und Arbeiter lebendig in seiner Grabkammer einschließen ließ, nachdem sie ihr Werk vollendet hatten. Alle Schächte für die Terrakotta-Krieger wurden in stabiler Weise errichtet. Die äußeren Wände und die Stege zwischen den parallelen Korridoren bestehen aus gestampfter Erde. Die inneren Seitenwände bildeten aufrecht gestellte Holzbalken, die zugleich die Deckenbalken trugen. Die Decken erhielten beim Bau der Gruben drei Meter dicke Lagen aus Mörtel und Erde. Der Boden aus gestampfter Erde ist noch heute teilweise hart wie Zement und wurde mit Ziegelsteinen ausgelegt. Berechnungen ergaben, dass fast 130.000 Kubikmeter Erde bewegt wurden, um die Gruben zu erstellen. Dazu kamen etwa 8000 Kubikmeter Bauholz für die Holzkonstruktionen in diesen.

Die Terrakottaarmee - Die Menschen des chinesischen Altertums glaubten daran, dass sie Seelen besitzen. Ihrer Vorstellung zufolge verließ die Seele nach dem Tod den menschlichen Körper in eine andere Welt und existierte dort weiter. Das Grab bot eine Wohn

Die Terrakottaarmee - Die Menschen des chinesischen Altertums glaubten daran, dass sie Seelen besitzen. Ihrer Vorstellung zufolge verließ die Seele nach dem Tod den menschlichen Körper in eine andere Welt und existierte dort weiter. Das Grab bot eine Wohnstätte für die Seele. Qin Shihuangdi strebte wohl danach alles, was er zu Lebzeiten besaß, auch nach seinem Tode um sich zu haben. Deshalb ließ er sich vermutlich eine mit vielen Grabbeigaben gefüllte Totenstadt als sein unterirdisches Reich bauen. Die gesamte Mausoleumsanlage nimmt eine Fläche von etwa 56 Quadratkilometern ein. In ihr ist eine breite Prozessionsstraße angelegt. Der ummauerte Teil der Grabanlage besteht aus einer rechteckig angelegten, äußeren Umgebungsmauer, ähnlich damaliger Paläste in den Städten. Diese misst auf beiden Längsseiten über zwei und in den Breiten fast einen Kilometer Länge. Wachtürme standen an den vier Ecken, und Wachtore öffneten sich zu den vier Seiten. Es folgt die innere Mauer, welche jeweils 1,2 Kilometer in der Gesamtlänge und über einen halben Kilometer in der Breite misst. Beide bestehen aus gestampfter Erde, sind acht Meter stark und waren ursprünglich acht bis zehn Meter hoch. In dem großen Zwischenraum zwischen den Mauern wurden ein Pferdestall, eine Grube mit Kalksteinpanzern und -helmen, die Wohnhäuser der Mausoleumsbeamten, die Wohnhäuser der Wächter, eine Grube mit seltenen bronzenen Tieren und Vögeln und eine Grube mit – als Tänzer und Artisten gedeuteten – Figuren angelegt. Die Tonfigur einer Frau im Mantel ist in einem Tanzschritt dargestellt. Auch wurden als Gewichtheber, Tierpfleger, Gelehrte, Schreiber, Narren und Musiker gedeutete Figuren gefunden. Die „Grube der bronzenen Wasservögel“, in der sich eine parkähnliche Bachlandschaft nachgeahmt fand, war außer mit seltenen Vogeldarstellungen, mit Musikantenplastiken bestückt.

Die Terrakottaarmee -Das innere Rechteck wird dominiert vom Grabhügel. In diesem künstlich aufgeschütteten und in Pyramidenform konstruierten Berg soll der Kaiser begraben worden sein. Der Hügel hat im Laufe der Jahrhunderte viel von seiner ursprünglichen

Die Terrakottaarmee -Das innere Rechteck wird dominiert vom Grabhügel. In diesem künstlich aufgeschütteten und in Pyramidenform konstruierten Berg soll der Kaiser begraben worden sein. Der Hügel hat im Laufe der Jahrhunderte viel von seiner ursprünglichen Höhe verloren. Umlagert wird der Hügel von Gruben mit Begleitbestattungen, Nebenhallen, einer Wohnhalle, einer Grube mit Figuren von Zivilbeamten, sowie einer 3025 Quadratmeter großen Grube mit prächtig gestalteten Bronzewagen.

Die Terrakottaarmee - Ungefähr 310 Meter östlich der äußeren Umfriedung befinden sich zwei weitere Gruben. Eine enthält Begleitbestattungen, die andere Pferdenachbildungen aus Ton. Nochmals knapp 300 Meter östlich hiervon – östlich des Sha – wurden zudem

Die Terrakottaarmee - Ungefähr 310 Meter östlich der äußeren Umfriedung befinden sich zwei weitere Gruben. Eine enthält Begleitbestattungen, die andere Pferdenachbildungen aus Ton. Nochmals knapp 300 Meter östlich hiervon – östlich des Sha – wurden zudem vier Gruben angelegt. In der ersten, welche eine Grundfläche von über 14 Tausend Quadratmetern hat, befinden sich zirka 6000 beeindruckend große Terrakottasoldaten und 40 vierspännige Kriegswagen mit Pferden aus Bronze oder Ton. Die Gruben der Terrakotta-Streiter sind unterirdisch angelegt. In den Gruben wurden die Figuren in Korridoren aufgestellt, welche durch Bereiche aus Stampflehm voneinander getrennt waren. Die zweite Grube enthält auf etwa 6 Tausend Quadratmetern 1200 Terrakottafiguren und 89 Streit-Wagengespanne. Eine dritte Grube war unbestückt, in der vierten kleineren fand man 78 Figuren und einen Streitwagen, die sogenannte Kommandozentrale. Die bisher nachgewiesenen hölzernen Streitwagen sind alle zerfallen, hinterließen aber deutliche Abdrücke im Erdreich. Die überdachten Holzkonstruktionen der Gruben waren Ausgrabungsbefunden zufolge bereits fertiggestellt, als die empfindlichen Terrakotta-Figuren hineingestellt wurden: An der Vorderseite einer der Gruben wurden die typischen Rampen identifiziert, über die die Figuren in die langen, wohl von Fackeln erhellten Korridore hinabgeschafft worden sind. Das heißt, niemand, nicht einmal der Kaiser, hat jemals die Anordnung der tönernen Kämpfer in ihrer monumentalen Wirkung – so wie heute möglich – gesehen.

Die Terrakottaarmee - Der Herrscher ließ sich nicht mit seinem gesamten Hofstaat begraben. Schon zuvor hatte im chinesischen Raum eine Entwicklung begonnen, welche die Begräbniskultur fundamental veränderte: Menschen oder beispielsweise Pferde wurden allm

Die Terrakottaarmee - Der Herrscher ließ sich nicht mit seinem gesamten Hofstaat begraben. Schon zuvor hatte im chinesischen Raum eine Entwicklung begonnen, welche die Begräbniskultur fundamental veränderte: Menschen oder beispielsweise Pferde wurden allmählich durch Mensch- und Tierdarstellungen ersetzt. Frühe Beispiele aus Holz und Ton sind aus dem 6. Jahrhundert v. Chr. belegt. Später folgten auch konstruktive Änderungen. Gräber der beginnenden chinesischen Vorgeschichte waren einfache Gruben. Bereits im 5. Jahrhundert v. Chr. ähneln dann einige chinesische Grabanlagen immer mehr den Wohnungen von Lebenden.

Die Terrakottaarmee - Chinesische Archäologen haben herausgefunden, dass um das Grab herum über 500 Beigabegruben verstreut liegen. Der Inhalt der Gruben und Aufzeichnungen in überlieferten Schriften belegen, dass die Funde in der Anlage auch in gewisser

Die Terrakottaarmee - Chinesische Archäologen haben herausgefunden, dass um das Grab herum über 500 Beigabegruben verstreut liegen. Der Inhalt der Gruben und Aufzeichnungen in überlieferten Schriften belegen, dass die Funde in der Anlage auch in gewisser Weise das Leben zur Zeit der Qin widerspiegeln. Der sehr komplexe Aufbau des Mausoleums hat das kaiserliche Mausoleums-System im alten China stark mitbeeinflusst.

Die Terrakottaarmee - Die genaue Lage des Kaisergrabes war seit langem bekannt. Und dies später auch in der westlichen Welt, beispielsweise bereiste der französische Archäologe Victor Segalen China von 1909 bis 1914 und besuchte dabei auch den Grabhügel.

Die Terrakottaarmee - Die genaue Lage des Kaisergrabes war seit langem bekannt. Und dies später auch in der westlichen Welt, beispielsweise bereiste der französische Archäologe Victor Segalen China von 1909 bis 1914 und besuchte dabei auch den Grabhügel. Die Entdeckung der „Terrakotta-Armee“ geschah jedoch rein zufällig 1974, als Bauern aus dem Dorf Xiyang versuchten, einen Brunnen zu graben. Am 29. März stießen sie auf eine harte, verbrannte Erdschicht. In einer Tiefe von vier Metern kamen Tonstücke zutage, darunter folgten ein mit Ziegelsteinen ausgelegter Boden, ein bronzener Armbrustmechanismus und bronzene Pfeilspitzen. Weder der Han-Großhistoriker Sima Qian noch irgendeine andere historische Quelle erwähnten die Terrakotta-Figuren.

Die Terrakottaarmee - Obwohl in China noch die als Kulturrevolution bezeichnete politische Kampagne stattfand, die gegen alles Traditionelle vorging, ließ der Staatspräsident der Volksrepublik Chinas Mao Zedong den Fund nicht zerstören, mutmaßlich deshalb

Die Terrakottaarmee - Obwohl in China noch die als Kulturrevolution bezeichnete politische Kampagne stattfand, die gegen alles Traditionelle vorging, ließ der Staatspräsident der Volksrepublik Chinas Mao Zedong den Fund nicht zerstören, mutmaßlich deshalb, weil er sich stark mit dem Reichsgründer identifizierte und die kommunistische Führung in den 1960er- und 1970er-Jahren die positiven Leistungen des Reichsgründers Qin Shihuangdi daher propagandistisch hervorhob. Das Gelände wurde daher abgeriegelt, so dass keine Rotgardisten dort hingelangen konnten.

Die Terrakottaarmee - Die Nachricht über diesen Fund verbreitete sich bis in die Kreisstadt Lintong. Der für den Schutz alter Kulturgegenstände zuständige Beamte reiste mit Sachverständigen an die Fundstelle, und nach diversen Untersuchungen der teilweise

Die Terrakottaarmee - Die Nachricht über diesen Fund verbreitete sich bis in die Kreisstadt Lintong. Der für den Schutz alter Kulturgegenstände zuständige Beamte reiste mit Sachverständigen an die Fundstelle, und nach diversen Untersuchungen der teilweise zerbrochenen Figuren wurde festgestellt, dass es sich um wertvolle Fundstücke aus der Qin-Zeit handelte. Die Figuren wurden ins Kulturhaus des Kreises Lintong gebracht und dort restauriert, Informationen über diesen Fund wurden geheim zu halten versucht. Ein Journalist der Nachrichtenagentur Xinhua erfuhr jedoch von den Funden und schrieb einen Bericht darüber, so dass er der Bevölkerung Chinas bekannt wurde. Einige Monate später begab sich eine Gruppe von Archäologen in das Gebiet der Grabanlage und begann mit einer genaueren Untersuchung. Im Zuge dieser wurde in der Grabanlage die unterirdische „Terrakotta-Armee“ entdeckt. Am 11. Juli 1975 wurde der Fund von offizieller Seite bekannt gegeben. Den Bauern wurde es verboten in der Gegend weiterzugraben.

Die Terrakottaarmee - Die geschätzte Anzahl von knapp 8000 Figuren sowie die Anordnungen der Soldaten weisen darauf hin, dass die sich bereits eingebürgerte Bezeichnung „Terrakotta-Armee“ irreführend ist. Es kann nur von verschiedenen Teilen einer Armee g

Die Terrakottaarmee - Die geschätzte Anzahl von knapp 8000 Figuren sowie die Anordnungen der Soldaten weisen darauf hin, dass die sich bereits eingebürgerte Bezeichnung „Terrakotta-Armee“ irreführend ist. Es kann nur von verschiedenen Teilen einer Armee gesprochen werden. Gleich alte – nicht wörtlich zu nehmende – Geschichtswerke berichten von Armeen, die mehrere zehn- bis über hunderttausend Mann stark waren. Somit sind es deutlich zu wenig Grabkrieger, um sie als eine annähernd vollwertige Armee bezeichnen zu können. Viel spricht daher dafür, die Figurengruppen als Garnison eines Truppenteils zu interpretieren. Für diese Deutung spricht auch die vom Grabbezirk entfernte Lage der Krieger.

Die Terrakottaarmee - Der chinesische Name für die als Terrakotta- oder auch Tönerne-Armee bezeichnete Figurenaufstellungen lautet Bingmayong und bedeutet, wörtlich übersetzt, nur: „Soldaten-Pferde-Totenfiguren“.

Die Terrakottaarmee - Der chinesische Name für die als Terrakotta- oder auch Tönerne-Armee bezeichnete Figurenaufstellungen lautet Bingmayong und bedeutet, wörtlich übersetzt, nur: „Soldaten-Pferde-Totenfiguren“.

Die Terrakottaarmee - Die Herstellung der Terrakotta-Krieger begann vermutlich erst nachdem Qin Shihuangdi den Kaiserthron bestiegen hatte. Die tönerne Streitmacht besteht – im Vergleich zu Männern zur Zeit der Qin-Dynastie – aus überdurchschnittlich groß

Die Terrakottaarmee - Die Herstellung der Terrakotta-Krieger begann vermutlich erst nachdem Qin Shihuangdi den Kaiserthron bestiegen hatte. Die tönerne Streitmacht besteht – im Vergleich zu Männern zur Zeit der Qin-Dynastie – aus überdurchschnittlich großen Soldatenfiguren (Fuß-, Reit- und Wagenlenkersoldaten, Offizieren und Generälen), deren Pferden und Kriegswagen. Die einfachen Soldatenfiguren sind mindestens 1,85 m und die der Generale bis zu 2 m groß.

Die Terrakottaarmee - Es handelt sich um die realistische Darstellung von so etwas wie einer vollständigen Garnison der damaligen Zeit. Die Gesamtanordnung in Militärformation und die verschiedenen Truppengattungen lassen sich historisch einordnen. Die ve

Die Terrakottaarmee - Es handelt sich um die realistische Darstellung von so etwas wie einer vollständigen Garnison der damaligen Zeit. Die Gesamtanordnung in Militärformation und die verschiedenen Truppengattungen lassen sich historisch einordnen. Die verschiedenen Ränge sind an unterschiedlichen Kleidungs- und Rüstungsteilen erkennbar. Die Bemalung der dargestellten Materialien war sehr wirklichkeitsgetreu. Etwa an den Schultern von Figuren wirkt es, als würden die Muster der aufgemalten Kleidungsstücke sich etwas verziehen – fast so wie in der Realität.

Die Terrakottaarmee - Bei Flächen, die Stoffe mit farbigen Mustern darstellen sollten, wurden diese in einigen Fällen fein vorgeritzt und anschließend farbig nachgezeichnet.

Die Terrakottaarmee - Bei Flächen, die Stoffe mit farbigen Mustern darstellen sollten, wurden diese in einigen Fällen fein vorgeritzt und anschließend farbig nachgezeichnet.

Die Terrakottaarmee - Unterschiede in Obergewand, Gürtel mit Schnalle und das Tragen von Stiefeln stellten in der Bekleidung der Figuren zudem nichtchinesische Minderheiten dar. Offiziere der nationalen Minderheiten wurden beispielsweise – unter den lange

Die Terrakottaarmee - Unterschiede in Obergewand, Gürtel mit Schnalle und das Tragen von Stiefeln stellten in der Bekleidung der Figuren zudem nichtchinesische Minderheiten dar. Offiziere der nationalen Minderheiten wurden beispielsweise – unter den langen Schuppenpanzern mit geradem Abschluss – in ihrer nationalen Tracht dargestellt. Kriegerfiguren mit nach oben geschwungenen Schnurrbärten haben im Allgemeinen hohe Wangenknochen und zeigen physische Ähnlichkeiten zu den im Nordwesten Chinas lebenden ethnischen Minderheiten.

Die Terrakottaarmee - Gut erhaltene Farbfassungen an Generalsfiguren zeigen Muster am Obertorso. Es ließen sich Schleifen, eine farbig gestaltete Jacke, Ärmelaufschläge und die Panzerverschnürungen erfassen. Es wurde eine überraschende Feinheit in der Ges

Die Terrakottaarmee - Gut erhaltene Farbfassungen an Generalsfiguren zeigen Muster am Obertorso. Es ließen sich Schleifen, eine farbig gestaltete Jacke, Ärmelaufschläge und die Panzerverschnürungen erfassen. Es wurde eine überraschende Feinheit in der Gestaltung sichtbar. Auf einem Oberkörper ist ein Vogelmusterstoff mit schwarzem Grund dargestellt. Die Borten haben ein Muster mit Rautengittern und farbigen Füllmustern. Es konnten auf den Figuroberteilen zudem spezielle Verschnürungen der Panzerplatten dokumentiert werden. Die imitierten Verschnürungsbändchen zeigen extrem feine Muster in violett, rot und hellgrün, die vielleicht Zierkordeln darstellen. Sich kreuzende Schmuckbänder sind in cremeweiß und rosa mit etwa 0,4 mm Breite aufgemalt. Auf den dünnen cremeweißen Bändern sind feine rote und blaue Striche oder Muster zu erkennen.

Die Terrakottaarmee - In der Hauptgrube wurden die Terrakotta-Soldaten in einer Schlachtordnung aufgestellt. Die ersten drei Reihen (204 Bogenschützen) bilden die Vorhut. Dahinter folgt der Haupttruppenteil, welcher aus wahrscheinlich 6000 Grabkriegern be

Die Terrakottaarmee - In der Hauptgrube wurden die Terrakotta-Soldaten in einer Schlachtordnung aufgestellt. Die ersten drei Reihen (204 Bogenschützen) bilden die Vorhut. Dahinter folgt der Haupttruppenteil, welcher aus wahrscheinlich 6000 Grabkriegern besteht. Da bisher nicht die ganze Grube ausgegraben wurde, können die Experten die Gesamtzahl oft nur anhand der „Figurendichte“ der bereits ausgegrabenen Bereiche schätzen. Diese Hauptstreitkräfte wurden links und rechts durch die Flankendeckung abgesichert. Die Streitwagen aus Holz, im Zentrum in regelmäßigen Abständen, dienten sozusagen als Befehlsstationen für die Fußsoldaten.

Die Terrakottaarmee - Der Fund zweier Glocken in den Gruben sowie historische Berichte zeigen: Die Offiziere übermittelten ihre Kommandos über akustische Signale wahrscheinlich auch über Trommeln. Am Ende folgte die Nachhut. Die Haupttruppe wurde durch na

Die Terrakottaarmee - Der Fund zweier Glocken in den Gruben sowie historische Berichte zeigen: Die Offiziere übermittelten ihre Kommandos über akustische Signale wahrscheinlich auch über Trommeln. Am Ende folgte die Nachhut. Die Haupttruppe wurde durch nach außen gerichtete Armbrustschützen nach allen Seiten abgesichert.

Die Terrakottaarmee - In der zweiten Grube fanden sich Figuren von Infanteristen, Reitern mit Pferden, Bogenschützen und Streitwagengespanne. Die Figurenaufstellung aus Grube Nr. 2 wird aufgrund der vielen dort gefundenen Streitwagen und Kavalleristen als

Die Terrakottaarmee - In der zweiten Grube fanden sich Figuren von Infanteristen, Reitern mit Pferden, Bogenschützen und Streitwagengespanne. Die Figurenaufstellung aus Grube Nr. 2 wird aufgrund der vielen dort gefundenen Streitwagen und Kavalleristen als eine schnelle Angriffstruppe interpretiert. Die Bogenschützen waren vorgelagert, in Richtung des angenommenen Feindkontaktes.[

Die Terrakottaarmee - In der dritten Grube fanden die Ausgräber Figuren, welche Experten aufgrund der Aufstellung und Ausstattung (zum Beispiel Zeremonialwaffen) als militärischen Führungsstab identifizierten, sie wird daher gemeinhin als Kommandozentrale

Die Terrakottaarmee - In der dritten Grube fanden die Ausgräber Figuren, welche Experten aufgrund der Aufstellung und Ausstattung (zum Beispiel Zeremonialwaffen) als militärischen Führungsstab identifizierten, sie wird daher gemeinhin als Kommandozentrale bezeichnet. Sie ist mit 17,6 × 21,4 m die kleinste Grube und weist einen u-förmigen Grundriss auf. Von der Ostseite aus, über die gegrabenen Hauptzugangsrampen nach unten, trifft man in der Grube auf die Reste einer Quadriga. Hinter ihr befanden sich drei gepanzerte Soldatenfiguren mit langen Stabwaffen sowie die Figur eines Kommandooffziers. Das Gespann scheint bereit gestanden zu haben, um den unterirdischen Stellplatz augenblicklich Richtung Osten verlassen zu können. Weitere gepanzerte Dolchaxt- und Lanzenträger fanden sich im südlichen wie im nördlichen Grubenschenkel. Anders als die meisten Krieger – auch jene der zwei anderen Gruben – wurden diese hier nicht gegen Osten ausgerichtet, sondern standen mit dem Rücken zur Schachtwand einander gegenüber. Sie blickten sich gleichsam an. Die Ausgräber stießen hier auf Opfergaben, bestehend aus Hirschgeweihen und Tierknochen, die vermutlich zur Siegesbeschwörung dienten.

Die Terrakottaarmee - In unterschiedlicher Anzahl befanden sich in allen drei Kriegergruben vierspännige Holzwagen. Die dargestellte Besatzung dieser einachsigen Gespanne setzte sich in der Regel aus jeweils einem dieser drei Soldatenarten zusammen: Wagen

Die Terrakottaarmee - In unterschiedlicher Anzahl befanden sich in allen drei Kriegergruben vierspännige Holzwagen. Die dargestellte Besatzung dieser einachsigen Gespanne setzte sich in der Regel aus jeweils einem dieser drei Soldatenarten zusammen: Wagenlenker, Kommandooffzier und stark bewaffneter Schutzsoldat. Diese wurden aber meist hinter und nicht auf den Streitwagen postiert. Drei überlebensgroße Kriegerfiguren nebeneinander waren vermutlich zu schwer und zu breit für den jeweils etwa 1,4 m schmalen Wagenkasten.

Die Terrakottaarmee - Es ist aus den Funden ablesbar, dass ein aus Bauern bestehendes, hauptsächlich für die Infanterie rekrutiertes Massenheer, ein Heer von elitären Kämpfern abgelöst hatte. Dies vollzog sich ab 600 v. Chr. in allen Feudalstaaten Chinas,

Die Terrakottaarmee - Es ist aus den Funden ablesbar, dass ein aus Bauern bestehendes, hauptsächlich für die Infanterie rekrutiertes Massenheer, ein Heer von elitären Kämpfern abgelöst hatte. Dies vollzog sich ab 600 v. Chr. in allen Feudalstaaten Chinas, am radikalsten aber in Qin. Hier waren zivile und militärische Organisation stark abhängig voneinander. Eine militärische Einheit bestand aus fünf Soldaten, welche für Versagen auch Einzelner auf dem Schlachtfeld kollektiv bestraft werden konnte. Der Aufstieg des Einzelnen im System von militärischen und sozialen Rängen, die Menge an Land, die ihm als staatliche Belohnung winkte und auch die Höhe eines möglichen Beamtengehaltes wuchs dagegen mit der Zahl der Feinde, die er zu töten vermochte. Einzelne Soldatenfiguren und Gruppen dieser waren in ihrer angedachten Funktion innerhalb der unterirdischen Streitmacht austauschbar organisiert wie Versatzstücke.

Die Terrakottaarmee - Alle Figuren wurden individuell gestaltet, sodass keine zwei in Haltung, Gesichtszügen oder Ausstattungsdetails identisch sind. Auch Nasen, Ohren, Haare, Bärte sowie der Bauchumfang unterscheiden sich erheblich. In der Qin-Zeit wurde

Die Terrakottaarmee - Alle Figuren wurden individuell gestaltet, sodass keine zwei in Haltung, Gesichtszügen oder Ausstattungsdetails identisch sind. Auch Nasen, Ohren, Haare, Bärte sowie der Bauchumfang unterscheiden sich erheblich. In der Qin-Zeit wurde auf Frisuren und Bärte viel Sorgfalt verwendet. Erwachsene Männer der Zeit ließen sich normalerweise Bärte wachsen und bis auf einzelne tragen auch alle Terrakotta-Krieger Bärte. Kopfhaar oder Bartteile kahlzuscheren, war laut Chroniken eine Form qinstaatlicher Strafe und wurde umgekehrt – etwa in einer privaten Auseinandersetzung verübt – streng bestraft. Bei allen Figuren, mit Kappen auf dem Kopf, sind Haarnadeln in der Frisur dargestellt, wie allgemein bei Kriegern auch Spangen, Kopftücher, farbige Haarbänder, kunstvolle Haarknoten und -flechtungen. Die Haartracht wurde etwa auf das Tragen eines Helmes oder anderer Kopfbedeckungen und die Funktionen der Soldaten abgestimmt. Einfache Soldaten trugen nicht einmal Kappen auf dem Kopf, stark gepanzerte Infanteristen im Gefecht jedoch schwere Helme. In den Gruben der Terrakotta-Figuren wurden jedoch weder Helme noch Schilde gefunden. Schriftliche Quellen und archäologische Funde belegen diese aber für die Qin-Truppen. Auf einem der Pferdewagen wurde immerhin ein teilweise gebrochenes und bemaltes Schutzschild gefunden. Das Artefakt zeigt eines der Schilde der Soldaten der Qin-Dynastie. Diese waren allgemein 60 cm lang und 40 breit, mit roten, grünen und weißen geometrischen Mustern.

Die Terrakottaarmee - Offen war zunächst die Frage, ob tatsächliche Soldaten nachgebildet worden waren oder ob die Erschaffer die unterschiedlichen Figuren frei gestalteten. Acht unterschiedliche Gesichtsformen lassen sich bei den Terrakotta-Kriegern grun

Die Terrakottaarmee - Offen war zunächst die Frage, ob tatsächliche Soldaten nachgebildet worden waren oder ob die Erschaffer die unterschiedlichen Figuren frei gestalteten. Acht unterschiedliche Gesichtsformen lassen sich bei den Terrakotta-Kriegern grundsätzlich unterscheiden und sind auch bei lebenden Menschen zu finden, aber stark lokalen Merkmalen verhaftet. Sie spiegeln in ihrer Umsetzung eine realistische Darstellung der damaligen Qin-Krieger wider. Die Soldaten der Qin-Armee wurden meist aus der Qin-Bevölkerung im Guan Zhong-Gebiet rekrutiert, aber auch aus anderen Gegenden. Die Grundform der Köpfe wurde mittels Modeln hergestellt, anschließend wurden Gesichterdetails ausgestaltet. Dadurch war eine Produktion vergleichbar einer Herstellung in Manufakturen möglich, zugleich aber auch die Darstellung verschiedener Typen und Charaktere. Die unterschiedlichen Gesichtstypen lassen vermuten, dass eine Vielzahl an solchen Negativformen verwendet wurde. Gefundene Fingerabdrücke auf der Innenseite der Köpfe bestätigten die Herstellung mit Modeln, wobei die Formen ohnehin jeweils aus zwei halbkugelförmig gestalteten Hälften zusammengesetzt wurden. Die Nahtstellen verliefen senkrecht über den Schädeln, mal vor und mal hinter den Ohren. Bei Köpfen aus ein und demselben zweigeteilten Model unterscheiden sich Aussehen und Mimik trotzdem durch die unterschiedliche Gestaltung der Gesichtszüge sowie der Haar- und Barttracht. Die Ohren sind ebenfalls aus Modeln vorgeformt und angesetzt. Die Bärte sind sehr aufwendig anmodelliert, vereinzelt auch direkt in die Rohform eingeschnitten. Die diversen Bartarten definieren Alter und Charakter der dargestellten Grabkrieger. Auch die Hände wurden durch vier Herstellungsmethoden in Modeln vorgeformt und anschließend in die Ärmelenden eingesetzt. Unter den Tausenden von Händen gibt es nur zwei Typen, solche mit gestreckten und solche mit gekrümmten Fingern. Ihre Maße sind standardisiert, die gleiche Hand war in verschiedener Funktion verwendbar. Diese Produktion von Versatzstücken, also genormten Bestandteilen, gilt auch für die anderen Teilstücke, aus denen die Figuren zusammengefügt wurden. Nur ein System von Versatzstücken ermöglichte die hohe Anzahl unterschiedlicher Figuren. Hiermit konnte die Produktivität soweit gesteigert werden, dass mit dem verfügbaren Material und auch zeitig die Aufgabenstellung erfüllbar wurde.

Die Terrakottaarmee - Die Fertigungsgruppen arbeiteten alle nach dem gleichen Schema und setzten die Figuren aus identischen Grundformen zusammen. Es gab zwar Varianten, und so wurden Figurteile manchmal auch aus gerollten Tonplatten oder aus Tonwülsten g

Die Terrakottaarmee - Die Fertigungsgruppen arbeiteten alle nach dem gleichen Schema und setzten die Figuren aus identischen Grundformen zusammen. Es gab zwar Varianten, und so wurden Figurteile manchmal auch aus gerollten Tonplatten oder aus Tonwülsten geformt, jedoch die Struktur der Figuren blieb stets gleich.

Die Terrakottaarmee - An den 714 zunächst ausgegrabenen Terrakotta-Kriegern ließen sich bereits acht Typen im Körperbau unterscheiden. Die Wirkung der Figuren ist allgemein überragend, stark, heldenhaft und elitär. Die Modellierung der Körper ist einfach,

Die Terrakottaarmee - An den 714 zunächst ausgegrabenen Terrakotta-Kriegern ließen sich bereits acht Typen im Körperbau unterscheiden. Die Wirkung der Figuren ist allgemein überragend, stark, heldenhaft und elitär. Die Modellierung der Körper ist einfach, aber geschickt. Konturen und Linienführung sind hier streng gehalten, auf Verzierung wurde meist verzichtet. Obwohl die Körperproportionen meist stimmen, haben einige Krieger zu kurze oder unterschiedlich lange Arme. Manchmal sind Füße zu klein oder Hände zu groß. Das zeigt, dass die Hersteller nicht alle das gleiche künstlerische Niveau hatten. Hauptmerkmal des realistischen Stils der Terrakotta-Streitmacht ist die getreue Nachahmung realer Menschen und Gegenstände. Es handelt sich bei den Figuren aber nicht um Porträts von Einzelpersonen. Zur Definition einer Porträtdarstellung gehört die Absicht detailgetreue Ähnlichkeit mit einem bestimmten Individuum zu erzielen. Allein schon der Herstellungsprozess – der arbeitsteilig alle Werkstücke in einzelne Arbeitsabläufe zerlegte – zeigt, dass der Produktion nicht ein Begriff des Individuums zugrunde lag.

Die Terrakottaarmee - Bei der Ausführung der Figuren strebten die Gestalter nach Wirklichkeitstreue. Die Figuren wurden anstelle lebender Menschen dem Grab beigegeben, damit sie stellvertretend die Seele des Verstorbenen im Jenseits bedienen würden. Figur

Die Terrakottaarmee - Bei der Ausführung der Figuren strebten die Gestalter nach Wirklichkeitstreue. Die Figuren wurden anstelle lebender Menschen dem Grab beigegeben, damit sie stellvertretend die Seele des Verstorbenen im Jenseits bedienen würden. Figuren aus Holz oder Ton anderer Grabstätten sind wesentlich kleiner und gröber hergestellt und erreichen nicht denselben Realitätsgrad wie die Grabfiguren Qin Shihuangdis.

Die Terrakottaarmee - Es wurden auch künstlerische Methoden der Übersteigerung und Abstraktion bei der Modellierung eingesetzt. Bestimmte Merkmale wurden überbetont. So wurde teilweise die Dicke der Augenbrauen übersteigert, und Wangenknochen wurden eckig

Die Terrakottaarmee - Es wurden auch künstlerische Methoden der Übersteigerung und Abstraktion bei der Modellierung eingesetzt. Bestimmte Merkmale wurden überbetont. So wurde teilweise die Dicke der Augenbrauen übersteigert, und Wangenknochen wurden eckig und kantig modelliert. Diese Form von Übertreibung betonte die Charaktere der Terrakotta-Krieger.

Die Terrakottaarmee - Sowohl Hof- als auch Handwerker aus dem Volk fertigten die Figuren. Durch gestempelte und gravierte Inschriften auf den Krieger- und Pferdefiguren sind viele Namen überliefert. Es gab aber auch bloße Seriennummern. Wegen der untersch

Die Terrakottaarmee - Sowohl Hof- als auch Handwerker aus dem Volk fertigten die Figuren. Durch gestempelte und gravierte Inschriften auf den Krieger- und Pferdefiguren sind viele Namen überliefert. Es gab aber auch bloße Seriennummern. Wegen der unterschiedlichen Herkunft ist auch der künstlerische Stil verschieden. Figuren, die von den Hofhandwerkern gestaltet wurden, sind Gestalten kräftiger Männer. Sie erscheinen wie Wächter des Kaiserpalastes zu ihrer Zeit. Figuren der einfachen Handwerker sind variationsreicher. Die Technik der Hofhandwerker ist geschickter, einheitlicher und im Stil streng. Die der anderen ist uneinheitlich und der Stil verschieden, jedoch lebhafter und frischer. Verschiedene Gründe für diese Unterschiede sind denkbar, im Wesentlichen aber sind die Unterschiede vermutlich von den unterschiedlichen Lebenserfahrungen der Handwerker bestimmt. Die Handwerker aus dem Volk verkehrten mit den Leuten der unteren Schichten, aus denen auch allgemein die Qin-Armee rekrutiert war. So nahmen sie wohl vertraute Personen aus der eigenen Umgebung als Vorlage. Die Hofhandwerker arbeiteten in Teams, ihre Technik ist dadurch einheitlicher. Die gemeinen Handwerker waren unterschiedlicher Herkunft und hatten bei verschiedenen Meistern gelernt, Stil und Technik sind bei ihnen unterschiedlich. Es ist nachvollziehbar, dass die Hofhandwerker keine einfachen Töpfer waren. Sie müssen schon bestimmte Erfahrungen gehabt haben, um Figuren in diesen Dimensionen und Quantitäten brennen zu können. Diese waren im Metier der Baukeramik vorhanden – bei den Herstellern von Kanalrohren in den Palastwerkstätten. Umfangreiche Kanalsysteme aus Ton sind beispielsweise unter dem Amt des Kostmeisters in der Nekropole und unter dem Kaiserpalast gefunden worden. In Größe und Proportion ähneln diese Röhren den Beinen der Terrakotta-Krieger. Auch die Herstellungstechnik muss ganz ähnlich gewesen sein. Inschriften bestätigen diese Theorie: Die Vorarbeiter der Palastwerkstätten pflegten ihre Namen auf Boden- und Dachziegel zu stempeln. Einige dieser Namen fanden sich auch auf den Terrakottafiguren. Nachdem 85 Meister so identifiziert waren, konnten Hochrechnungen angestellt werden: Die chinesischen Archäologen nehmen an, dass jeder der Meister eine Gruppe von zehn bis zwölf Arbeitern anleitete. Diese könnten demnach eine Arbeiterschaft von etwa eintausend Leuten dirigiert haben. In der Zeit, als er Kaiser war, hätten sie für die mehr als 7000 Figuren elf Jahre gehabt, also durchschnittlich jährlich knapp 700 Figuren herstellen müssen. Es war somit durchaus zu schaffen.

Die Terrakottaarmee - Einfache Handwerker und teilweise Sträflinge fertigten die Terrakotta-Figuren. Es zeigt sich, dass es zwischen den zahlreichen – in Haltung und Gesichtsausdruck Autorität ausstrahlenden – Kriegerfiguren einzelne mit völlig anderem Au

Die Terrakottaarmee - Einfache Handwerker und teilweise Sträflinge fertigten die Terrakotta-Figuren. Es zeigt sich, dass es zwischen den zahlreichen – in Haltung und Gesichtsausdruck Autorität ausstrahlenden – Kriegerfiguren einzelne mit völlig anderem Ausdruck gibt. Die Unterscheide liegen nicht nur in müdem Gesichtsausdruck und dünnem Körper dieser Grabkrieger, sondern auch in einem traurigen Anschein. Einige Handwerker wagten es offenbar ihren Missmut darzustellen.

Die Terrakottaarmee - Die Grabkrieger bestehen aus gebranntem Löss, der in der nahen Umgebung gewonnen wurde, und auch die Gruben der Mausoleumsanlage sind in Lössboden gegraben worden. Analysen zeigen, dass der für die Figuren verwendete Rohstoff sehr ei

Die Terrakottaarmee - Die Grabkrieger bestehen aus gebranntem Löss, der in der nahen Umgebung gewonnen wurde, und auch die Gruben der Mausoleumsanlage sind in Lössboden gegraben worden. Analysen zeigen, dass der für die Figuren verwendete Rohstoff sehr einheitlich ist und in seiner Zusammensetzung mit dem Boden am nördlichen Hang des Li-Berges – in der Nähe der Grabanlage – identisch ist. Die innen hohlen Figuren wurden alle mit 900 bis 1050 °C in Öfen gebrannt. Bei diesen Temperaturen bleibt der unglasierte Ton noch porös. Daher sprechen die Fachleute beim Material von Terrakotta – gebackener Erde. Etwa 200 Meter südöstlich von Schacht 1 lassen Fragmente von Figuren einen der Brennofenplätze vermuten. Experten schätzen, dass darin zwei Pferde oder sechs Soldatenfiguren gleichzeitig gebrannt werden konnten. Die Figuren wurden nach einem auch heute noch in China gebräuchlichen Verfahren, dem Reduktionsbrand, hergestellt. Bei diesem entsteht das für die unlackierten Terrakottafiguren charakteristische graue Eisenoxid. Stehende Terrakotta-Krieger wiegen zwischen 150 und 200 kg. Sie bestehen aus sieben Hauptteilen, der Plinthe als Untersatz, den Füßen, den Beinen unterhalb des Gewandes, dem Torso, den Armen, den Händen und dem Kopf. Tonfiguren von solchen Dimensionen zu brennen, barg viele Tücken, insbesondere, da die Wandstärken stark schwankten. Die Figuren schrumpften beim Brand um etwa 10 Prozent, dies musste überall gleichmäßig erfolgen sonst entstanden Risse.

Die Terrakottaarmee - Da die Qin-Soldaten private Kleidung trugen, gab es keine einheitlichen Uniformen. Die dargestellte Kleidung an den Figuren gibt daher gute Aufschlüsse über die allgemeinen Kleidungsgewohnheiten der Qin-Gesellschaft. Die Soldatenfigu

Die Terrakottaarmee - Da die Qin-Soldaten private Kleidung trugen, gab es keine einheitlichen Uniformen. Die dargestellte Kleidung an den Figuren gibt daher gute Aufschlüsse über die allgemeinen Kleidungsgewohnheiten der Qin-Gesellschaft. Die Soldatenfiguren wurden mit einer Mischung aus Kleidungsformen der Chinesen der Zeit sowie der Reitervölker und Stammesverbände der eurasischen Steppe bekleidet dargestellt. Der Staat Qin lag grenznah zu den nicht-chinesischen Völkern wie den Rong im Norden oder Di im Westen. In der Qin-Zeit stammten die Soldaten aus niedrigen sozialen Schichten, meist waren sie Bauern. Sie mussten allgemein ihre Bekleidung für den Militärdienst selbst stellen. Vermutlich gab es nur für Kavalleristen spezielle Uniformverordnungen. Die Kleidung der Fußsoldaten und Adjutanten auf den Streitwagen entsprach wohl der üblichen Bauernkleidung. Schriftliche Quellen wie die qinzeitlichen Bambusstreifenbücher aus dem Shuihudi-Grabfund zeigen, dass der Stoffverbrauch für die Anfertigung der typischen Kleidung während der Qin-Zeit und der Rüstungen immens war. Ungefähre Berechnungen, die auf Grundlage der Terrakotta-Figuren angestellt wurden, bestätigen dies größtenteils. Die Mehrzahl der Qin-Bevölkerung und ihre einfachen Soldaten verwendeten Seide als Kleidungsstoff, Leute der untersten sozialen Schichten meist billigen Hanfstoff.

Die Terrakottaarmee - Die Kriegerfiguren tragen meist Gürtel in der Taille, welche in Länge, verschiedenen Breiten, Knotenart der Bandgürtel, Form der Gürtelhaken und Art der Verankerung der Riemenenden am Gürtelhaken wirklichkeitsnah und detailliert gest

Die Terrakottaarmee - Die Kriegerfiguren tragen meist Gürtel in der Taille, welche in Länge, verschiedenen Breiten, Knotenart der Bandgürtel, Form der Gürtelhaken und Art der Verankerung der Riemenenden am Gürtelhaken wirklichkeitsnah und detailliert gestaltet wurden. Sie sind mit oder ohne Verzierung und lederartig dargestellt. An den Riemenenden sind Hakenlöcher zu erkennen. Im Kapitel Shuolin xun des philosophischen Werkes Huainanzi (Meister aus Huainan) der Han-Zeit heißt es: „Schaut man auf die Gürtelhaken aller Leute im Raum, so sind diese sämtlich verschieden. Aber alle tragen die gleichen Gürtel.“ Bei den Terrakotta-Figuren spiegelt sich wider, dass die Menschen auch während der Qin-Zeit großen Wert auf die Verzierung der Gürtelverschlüsse legten. Die Gürtel, welche wohl die Bekleidung zusammenhalten sollten, sitzen meist unter dem Bauch, sodass dieser etwas hoch- und vorgedrückt erscheint. Diese Sitte wurde bis zum Anfang der Tang-Dynastie beibehalten. Als Schönheitsideal der Männer in der Qin-Zeit sind runde Bäuche und eine ausgeprägte Taille dargestellt.

Die Terrakottaarmee - Die Kriegerfiguren tragen meist Gürtel in der Taille, welche in Länge, verschiedenen Breiten, Knotenart der Bandgürtel, Form der Gürtelhaken und Art der Verankerung der Riemenenden am Gürtelhaken wirklichkeitsnah und detailliert gest

Die Terrakottaarmee - Die Kriegerfiguren tragen meist Gürtel in der Taille, welche in Länge, verschiedenen Breiten, Knotenart der Bandgürtel, Form der Gürtelhaken und Art der Verankerung der Riemenenden am Gürtelhaken wirklichkeitsnah und detailliert gestaltet wurden. Sie sind mit oder ohne Verzierung und lederartig dargestellt. An den Riemenenden sind Hakenlöcher zu erkennen. Im Kapitel Shuolin xun des philosophischen Werkes Huainanzi (Meister aus Huainan) der Han-Zeit heißt es: „Schaut man auf die Gürtelhaken aller Leute im Raum, so sind diese sämtlich verschieden. Aber alle tragen die gleichen Gürtel.“ Bei den Terrakotta-Figuren spiegelt sich wider, dass die Menschen auch während der Qin-Zeit großen Wert auf die Verzierung der Gürtelverschlüsse legten. Die Gürtel, welche wohl die Bekleidung zusammenhalten sollten, sitzen meist unter dem Bauch, sodass dieser etwas hoch- und vorgedrückt erscheint. Diese Sitte wurde bis zum Anfang der Tang-Dynastie beibehalten. Als Schönheitsideal der Männer in der Qin-Zeit sind runde Bäuche und eine ausgeprägte Taille dargestellt.

Die Terrakottaarmee - Die Soldaten wurden allgemein in Schuhen aus Hanf dargestellt, die Kavalleristen in Stiefeln – lederartig mit Verschnürungen. Die Schuhe der Offiziers- und Soldatenfiguren unterschieden sich nur in der Form der Schuhspitzen. Die Stie

Die Terrakottaarmee - Die Soldaten wurden allgemein in Schuhen aus Hanf dargestellt, die Kavalleristen in Stiefeln – lederartig mit Verschnürungen. Die Schuhe der Offiziers- und Soldatenfiguren unterschieden sich nur in der Form der Schuhspitzen. Die Stiefelform mit Schäften bis zum Unterschenkel entstammte den Reitervölkern. Die Kosten für die Anfertigung von Stiefeln waren viel höher als die für Schuhe, sie waren aber fester, haltbarer und komfortabler. Die Kavalleristen trugen deswegen ausschließlich Stiefel. Diese wurden dann später teilweise auch von anderen Soldaten übernommen, wie sich auch bei den Funden zeigte.

Die Terrakottaarmee - Farbfragmente der Gewänder und Hosen zeigen, dass diese einfarbig waren. Kopfbedeckungen, Gürtel und Panzer waren auch mit verschiedenen Ornamenten verziert. Über die Ornamentik der Qin-Zeit war zuvor kaum etwas bekannt. Die hölzerne

Die Terrakottaarmee - Farbfragmente der Gewänder und Hosen zeigen, dass diese einfarbig waren. Kopfbedeckungen, Gürtel und Panzer waren auch mit verschiedenen Ornamenten verziert. Über die Ornamentik der Qin-Zeit war zuvor kaum etwas bekannt. Die hölzernen Streitwagen aus den Gruben waren ebenfalls mit feinen, kunstvollen Ornamenten bemalt, die aber nur in geringem Umfang erhalten sind. Die Kleidung reflektiert militärische und soziale Rangunterschiede.

Die Terrakottaarmee - Grundsätzlich lassen sich in den drei mit Soldatenfiguren bestückten Gruben zwei Arten von Streitkräften unterscheiden: Kavallerie und Infanterie. Zu den letzteren zählen die Figuren mit einem angewinkelten Arm, deren Hand eine nicht

Die Terrakottaarmee - Grundsätzlich lassen sich in den drei mit Soldatenfiguren bestückten Gruben zwei Arten von Streitkräften unterscheiden: Kavallerie und Infanterie. Zu den letzteren zählen die Figuren mit einem angewinkelten Arm, deren Hand eine nicht mehr vorhandene Waffe zu umgreifen scheint. Auch ohne ihre Waffen kann ein Betrachter diese Figuren allgemein leicht als Waffenträger identifizieren. Einige scheinen in der zweiten Hand ein Schwert gehalten zu haben. Wieder andere – in beinahe identischer Aufmachung und Körperhaltung – fungierten als Armbrustschützen. Dies ließ sich an den Überresten der Armbrüste und der Armbrust-Bronzebolzen ablesen, welche im unmittelbaren Umfeld der Schützen gefunden wurden.

Betrachter der Terrakottaarmee

Betrachter der Terrakottaarmee

Die Terrakottaarmee - Auch die Bogenschützen zählen zu dieser Truppengattung und sind als bisher einzige Figurengruppe nicht in frontaler Ansicht modelliert vorgefunden worden. Sie wurden in Schrittstellung mit leicht nach vorne geneigtem Oberkörper, der

Die Terrakottaarmee - Auch die Bogenschützen zählen zu dieser Truppengattung und sind als bisher einzige Figurengruppe nicht in frontaler Ansicht modelliert vorgefunden worden. Sie wurden in Schrittstellung mit leicht nach vorne geneigtem Oberkörper, der zur Seite dreht, dargestellt. Um einen festen, ruhigen Stand zu gewährleisten, wurde das hintere Bein um 90 Winkelgrade nach außen gedreht. Ein von der Schulter bis zur Hand durchgestreckter Arm zeigte nach unten, während der andere auf Brusthöhe angewinkelt wurde. Bei dessen Hand wurden die Finger leicht nach innen gekrümmt, als ob sie einen Pfeil griffen. Teilweise wirkt die Position der linken Hand etwas unrealistisch, da sie zu tief abgesenkt wurde und der Arm dadurch manchmal zu lang geraten war. Auch ohne ihre heute fehlenden Bögen und Pfeile sind sie als Bogenschützen zu erkennen. Sie wirken, als hätten sie eben ihre Bögen mit je einem Pfeil gespannt und seien in der Lage sofort, auf ein sich bietendes Ziel zu schießen. Ihre oberhalb der Knie endenden dick gefütterten Jacken, die auf der rechten Körperhälfte durch angedeutete Gürtel und -haken verschlossen zu sehen sind, scheinen ihnen ausreichend Bewegungsfreiheit lassen zu wollen. Überdies wirken sie durch ihr dickes Futter geeignet einen gewissen Schutz vor herab schnellenden Pfeilen zu bieten. Die leichte und einfache Bekleidung der Bogenschützen diente Schnelligkeit und Beweglichkeit.

Die Terrakottaarmee - Leicht gerüstete, ungepanzerte Infanteristenfiguren, trugen einen runden Haarknoten auf der rechten Hälfte des Oberkopfes. Es hing vermutlich mit der qinzeitlichen Sitte zusammen, die rechte Seite für den Ehrenplatz zu reservieren, d

Die Terrakottaarmee - Leicht gerüstete, ungepanzerte Infanteristenfiguren, trugen einen runden Haarknoten auf der rechten Hälfte des Oberkopfes. Es hing vermutlich mit der qinzeitlichen Sitte zusammen, die rechte Seite für den Ehrenplatz zu reservieren, dass gerne die Knoten rechts des Kopfes getragen wurden. In der Biographie des Rebellenanführes Chen She im Shiji (Großhistoriker-Aufzeichnungen) wird ganz allgemein auf diese Sitten Bezug genommen. Nur ein Teil der gepanzerten Infanteristenfiguren und die Darstellungen der Infanteristen mit Kopftüchern trugen auch einen runden Knoten auf der rechten Kopfhälfte. Runde Haarknoten auf dem Oberkopf waren in China schon zuvor häufig bei Frisuren anzutreffen. Figuren aus der Zeit der Frühlings- und Herbstperiode bis zur Frühzeit der Streitenden Reiche, tragen ebenfalls runde Knoten, die aber immer in der Mitte des Oberkopfes saßen. Die Terrakottafiguren Shihuangdis trugen die runden Knoten dagegen auf der rechten Seite. Dies verweist darauf, dass die Haarknoten rechts am Kopf wohl nur im Militär gebräuchlich waren, da sie nirgendwo, außer hier, archäologisch belegt sind. Figuren, Reliefs und Wandmalereien aus der späteren Han- bis zur Tang-Dynastie zeigen Haarknoten in der Kopfmitte.

Die Terrakottaarmee - Soldaten mit Rüstungsteilen dargestellt hatten vergleichbare Aufgaben zu erfüllen, viele der Figuren hielten vormals auch die langen Hieb- und Stichwaffen für den Distanzkampf in Händen. Dolchäxte und Lanzen maßen einst sicher 3 Mete

Die Terrakottaarmee - Soldaten mit Rüstungsteilen dargestellt hatten vergleichbare Aufgaben zu erfüllen, viele der Figuren hielten vormals auch die langen Hieb- und Stichwaffen für den Distanzkampf in Händen. Dolchäxte und Lanzen maßen einst sicher 3 Meter und mehr. Die Panzerkrieger waren teilweise zusätzlich mit einem Schwert ausgestattet – für einen möglichen Nahkampf. Anders als ihre ungepanzerten Mitstreiter standen die gepanzerten Bogenschützen nicht bereit zum Schuss, sondern schienen in Lauerstellung kniend zu verharren. Reste hölzerner Bögen und bronzene Pfeilspitzen fanden sich auch bei ihnen liegen. An den Oberkörpern dieser Figuren waren unter den Panzern die Krägen von knielangen Gewändern auszumachen. Die Beine der gepanzerten wie ungepanzerten Figuren wurden in Hosen gehüllt – gelegentlich mit einem lederartigen Schienbeinschutz darstellt, beispielsweise bei den stehenden Bogenschützen. In anderen Fällen wickeln sich modellierte Gamaschen um die Unterschenkel der Figuren. Die dargestellten Kriegerfüße kleideten entweder anmodellierte rechteckige Halbschuhe oder Stiefel mit hohen Schäften.

Die Terrakottaarmee - Die plastisch gestalteten Schuppenpanzer verfügen über einen vorstehenden Schulterschutz und reichen an der Brustseite bis über die Hüfte. Auf diese Weise waren ihre Körper teilweise geschützt. Viele der dargestellten Rüstungen wurde

Die Terrakottaarmee - Die plastisch gestalteten Schuppenpanzer verfügen über einen vorstehenden Schulterschutz und reichen an der Brustseite bis über die Hüfte. Auf diese Weise waren ihre Körper teilweise geschützt. Viele der dargestellten Rüstungen wurden an der Rückenpartie ein wenig kürzer gehalten, etwa für mehr Bewegungsfreiheit beim Gang. Kavalleristenfiguren trugen teilweise auch nachgebildete Rüstungen und unter dem Kinn zusammengebundene, flache Kappen – die wohl beim Reiten fest sitzen sollten. Anhand ihrer Position und Körperhaltung waren die gepanzerten Wagenlenker als solche leicht auszumachen. Sie standen aufrecht zwischen den beiden anderen Figurenarten, als wollten sie mit nach vorne gestreckten Unterarmen mit den Händen nach den Pferdezügeln fassen. Vorstehende Klappen an den Ärmelenden der Rüstungen mancher Fahrer stellten einen Handschutz vor herab schnellenden Pfeilen dar. Andere Gespannlenker mussten mit ärmellosen Brustpanzern auskommen. Gepanzerten Soldaten zum Schutz der Kriegsgespanne finden sich regelmäßig zur Rechten der Wagenlenker. Ihre Pose weist sie als Träger einer langen Stangenwaffe und eines Schwerts aus. Links der Wagenlenker positionieren sich die Kommandooffiziere, häufig als „Generäle“ bezeichnet. Eine Figur aus Grube 1 scheint auf den ersten Blick unbewaffnet dargestellt zu sein. Die Haltung ihrer flachen linken Hand auf Höhe des Bauchnabels legt jedoch nahe, dass sie einst auf dem Knauf eines Schwerts ruhte. Ein bei einer Figur gefundener Griff einer solchen Waffe bestätigte diesen Eindruck. Die rechte Hand lag locker auf der linken. Mit ausgestrecktem Zeigefinger wiesen die Offiziere auf ihre Untergebenen davor.

Die Terrakottaarmee - In der strengen Hierarchie der Streitkräfte standen sie ganz oben und sorgten für deren funktionieren. Die unterschiedlichen Ränge der Grabkrieger wurden in erster Linie durch die Kopfbedeckungen gekennzeichnet. Die aufwendig gefalte

Die Terrakottaarmee - In der strengen Hierarchie der Streitkräfte standen sie ganz oben und sorgten für deren funktionieren. Die unterschiedlichen Ränge der Grabkrieger wurden in erster Linie durch die Kopfbedeckungen gekennzeichnet. Die aufwendig gefaltet modellierte Kappe des Kommandooffiziers – oft „Fasanenkappe“ genannt – hob sich merklich von denen der einfacher gestalteten Figuren der Wagenlenker ab. Der höhere Rang des Offiziers war somit nicht nur an seiner deutlichen Befehlshaltung abzulesen. Noch deutlicher zeigten sich die hierarchischen Unterschiede beim Vergleich der den Wagen zugeordneten Mannschaften mit den ungepanzerten Bogenschützen. Die Köpfe dieser Schützen trugen keine Kappen, stattdessen sind die Haare hier am Hinterkopf in mehreren Strängen geflochten und kunstvoll zu einem Dutt seitlich des Schädels zusammengeführt. Bei der Haartracht der Terrakotta-Krieger lassen sich mehrere Arten von Frisuren feststellen. Auch wenn dies heute wie ein Ausdruck von Individualität wirkt, war dies vielmehr ein weiteres Mittel, Feinheiten der Rangfolge darzustellen. Bei einem Vergleich eines gepanzerten Kommandooffiziers und eines einfachen, ungepanzerten Fußsoldaten oder Figuren mit andersartigen Rüstungen zeigt sich zudem, dass die Art des Panzerschutzes auch stark vom militärischen Status des Trägers abhing. Die Generäle lassen sich in drei Typen unterscheiden: Typ I, mit vor dem Bauch gekreuzten Händen auf ein Schwert gestützt dargestellt, mit Oberarmschutz. Generäle II mit gestreckten Händen mit vergleichbar verzierten Panzern, aber ohne Oberarmschutze. Generäle Typ III sind nur durch die Kappen als Generäle gekennzeichnet und tragen keine Panzer. Offiziere mit geradem Panzer, der nicht nur auf der linken Schulter, sondern auch an der linken Seite offen ist und dort durch Übereinanderziehen der Kanten geschlossen und von der Seite aus hineinschlüpfbar dargestellt, stellen eine Besonderheit dar. Die Panzerplättchen wurden hier wie bei den einfachen Soldatenfiguren miteinander verbunden dargestellt, der Schnitt aber ähnlich dem der Offiziersfiguren mit einem glatten Oberteil und umlaufenden Borten, der untere Abschluss herunterhängend bis auf die Oberschenkel und gerade. Wegen dieses „exotischen“ Panzertyps sind diese Offiziersfiguren als Vertreter ethnischer chinesischer Minderheiten gedeutet worden

Die Terrakottaarmee - Die Terrakotta-Generäle trugen eine Kappe, auf dem Fasanenfedern aufgemalt wurden. Die Federstrukturen hoben die Maler mithilfe ihrer Pinselstriche vom Hintergrund plastisch hervor. Auf diese Weise wurden allgemein Federn nachgebilde

Die Terrakottaarmee - Die Terrakotta-Generäle trugen eine Kappe, auf dem Fasanenfedern aufgemalt wurden. Die Federstrukturen hoben die Maler mithilfe ihrer Pinselstriche vom Hintergrund plastisch hervor. Auf diese Weise wurden allgemein Federn nachgebildet. Die Panzerrüstungen besitzen aufwändig verschnürte Panzerplatten, Kleidungsbesätze mit Mustern und Stofflagen auf Brust und Rücken aus Seide. Bei den Wagenoffizieren reicht der Panzer nur bis unter den Bauchbereich und ist auf dem Rücken mit überkreuzenden Bändern arretiert. Außerdem tragen sie Kappen mit einem eckigen, abgewinkelten Streifen auf dem Haupt.

Die Terrakottaarmee - Bei einigen Kriegerfiguren wurden die Panzer mit aufwändigen Mustern bemalt. Die Ornamente lassen sich grob in geometrische Formen, wie etwa Rauten und Sterne, aber auch Blüten- und zoomorphe Motive wie Vögel, Drachen und Phönixe unt

Die Terrakottaarmee - Bei einigen Kriegerfiguren wurden die Panzer mit aufwändigen Mustern bemalt. Die Ornamente lassen sich grob in geometrische Formen, wie etwa Rauten und Sterne, aber auch Blüten- und zoomorphe Motive wie Vögel, Drachen und Phönixe unterteilen. Anhand der Panzer sind vier Rangstufen abzulesen, von einer untersten für einfache Soldaten, bis zu der für Offiziere hohen Ranges. Gepanzerte Fußsoldaten – alle ehemals mit Speer in der Rechten und möglicherweise einem Schwert in der Linken – kommen am häufigsten vor. Für alle Einzelteile der Figuren gibt es allgemein ein nur relativ kleines Repertoire von Typen. So unterscheiden Ausgrabungsberichte, nach Form und Machart, lediglich zwei Typarten von Rüstungen mit je drei Untertypen.

Die Terrakottaarmee - Zunächst wurde eine noch nicht näher identifizierte Sperrschicht auf den Terrakotta aufgebracht. Ohne diese Maßnahme wäre die spätere Lackgrundierung tiefer eingedrungen. Dies hätte zwar eine bessere Haftung der Lackschicht bewirkt,

Die Terrakottaarmee - Zunächst wurde eine noch nicht näher identifizierte Sperrschicht auf den Terrakotta aufgebracht. Ohne diese Maßnahme wäre die spätere Lackgrundierung tiefer eingedrungen. Dies hätte zwar eine bessere Haftung der Lackschicht bewirkt, der Lackverbrauch wäre aber auch deutlich gestiegen.

Die Terrakottaarmee - Die Farbgestaltung der Terrakotta-Figuren wurde mit pigmentierten Schichten über einer ein- oder zweischichtigen dunkelbraunen Grundierung aus ostasiatischem Lack aufgebaut, der aus dem Wundsaft des Lackbaumes als dickflüssiges und g

Die Terrakottaarmee - Die Farbgestaltung der Terrakotta-Figuren wurde mit pigmentierten Schichten über einer ein- oder zweischichtigen dunkelbraunen Grundierung aus ostasiatischem Lack aufgebaut, der aus dem Wundsaft des Lackbaumes als dickflüssiges und graugelbes Produkt gewonnen wurde. Dieser Qi-Lack war stets wertvoll, da seine Gewinnung aufwändig ist und die Bäume nur in geringem Umfang ausgebeutet werden können. Analysen zeigten zudem, dass überwiegend wertvolle Materialien zur Bemalung verwendet wurden.[8] Da Qi-Lack wasserdicht, hitzebeständig und auch widerstandsfähig gegen Säuren ist, eignet er sich allgemein gut zum Schutz und zur Dekoration von Oberflächen. Im chinesischen Altertum wurden schon früh Waffen und Lederrüstungen damit lackiert.

Die Terrakottaarmee - Für die Farbfassung der Figuren wurden viele Jahre Arbeit und unzählige Hände eingesetzt. Bei allen Figuren wurde die Farbe mit Pinseln aufgetragen. Die charakteristische Art der Künstler zu malen, auch die Eigenart, das Merkmal der

Die Terrakottaarmee - Für die Farbfassung der Figuren wurden viele Jahre Arbeit und unzählige Hände eingesetzt. Bei allen Figuren wurde die Farbe mit Pinseln aufgetragen. Die charakteristische Art der Künstler zu malen, auch die Eigenart, das Merkmal der künstlerischen Formgebung, insbesondere der Linienführung ist an vielen Fragmenten noch gut zu erkennen. Allgemein weist die Farbwahl eine Vorliebe für intensive, ungebrochene Farben auf. Die Farben der dargestellten Soldatenbekleidung lassen darauf schließen, dass es keine festen Regeln für die Verwendung bestimmter Farben gab und bei der Farbwahl daher hierarchische Unterschiede nicht ausschlaggebend waren. Für die Kleidung standen Zinnoberrot, Purpurrot, Rostrot, Dunkelgrün, Hellgrün, Violett, Dunkelviolett, Weiß, Hellblau und Braun zur Auswahl. Die Farbgebungen der Figuren sind kräftig und die Farbtöne klar. Bunte Farbkombinationen wurden deutlich bevorzugt. Bei der Kriegerkleidung überwiegen Rot und Grün oder Violett und Hellblau. Schnürriemen für Schuhe und Stiefel sowie Kinnbänder für Kopfbedeckungen wurden gleichfalls farbig gestaltet. Zudem wurde starker Wert auf Verzierungen gelegt. Die unterschiedlichen Farben standen für bestimmte Emotionen: Rot provozierte Enthusiasmus, Freude, Mut, Liebe und Kampfgeist; Grün symbolisierte Frieden, Dauerhaftigkeit, Lebendigkeit und Glückseligkeit; Violett stand mit Grazie und Eleganz in Verbindung; Blau berührte tiefe und standhafte Empfindungen. Die Kleidungsfarben der Terrakottafiguren drückten Wärme, Freude und Lebhaftigkeit aus und versuchten Besonnenheit und Mut zu vermitteln. Sie unterstrichen und betonten die Formgebung der Figuren, welche Tapferkeit, Mut und Standhaftigkeit zum Ausdruck brachte.

Die Terrakottaarmee - Die gesamte Modellierung der Figuren, die diese heute wie Pagoden wirken lässt, vermittelte eine beruhigende und unerschütterliche Kraft. Allgemein wirken die Kleidungsfarben der Figuren warm und lebendig, keinesfalls bedrückt oder t

Die Terrakottaarmee - Die gesamte Modellierung der Figuren, die diese heute wie Pagoden wirken lässt, vermittelte eine beruhigende und unerschütterliche Kraft. Allgemein wirken die Kleidungsfarben der Figuren warm und lebendig, keinesfalls bedrückt oder traurig. Die Farbgestaltung der Figuren wird von der Forschung als Nachahmung der realen Bekleidung der Armee des Qin Shihuangdi verstanden. Untersuchung der Bemalung der Gesichter und Hände lässt erkennen, dass die einzelnen Figuren ein differenziertes Bild des Hautinkarnat zeigen. Möglicherweise zur deutlicheren Charakterisierung der kaiserlichen Armee, die aus verschiedensten Ethnien unterschiedlicher Königreiche rekrutiert wurde. Gefundene Fragmente zeigten allgemein rosafarbene Inkarnate sowie dunkelrosafarbene Hautfassungen an den Figuren. Ein Figurenkopf aus Grube 2 trägt zudem eine grüne Gesichtsbemalung.

Die Terrakottaarmee - Es war grundsätzlich keine farbige Tönung der einzelnen Flächen, sondern eine sehr aufwendig gestaltete, individuelle Polychromie jeder Figur mit genauer Inkarnattönung, Lippen- und Augenbemalung, Bartwuchs und detaillierter Ausführu

Die Terrakottaarmee - Es war grundsätzlich keine farbige Tönung der einzelnen Flächen, sondern eine sehr aufwendig gestaltete, individuelle Polychromie jeder Figur mit genauer Inkarnattönung, Lippen- und Augenbemalung, Bartwuchs und detaillierter Ausführung etwa von Fingernägeln oder Kleidungsdetails. Es wurden sogar verschiedene Augenfarben und Nackenhaare dargestellt.

Die Terrakottaarmee - Jeder Gürtelriemen, jede Panzerschuppe und jedes Verbindungselement war farbig präzise abgesetzt. Feine und detailreiche aufgemalte Muster zierten Borten und Säume der Kleidungsstücke. Dabei erweckte die Verwendung seltener und hochw

Die Terrakottaarmee - Jeder Gürtelriemen, jede Panzerschuppe und jedes Verbindungselement war farbig präzise abgesetzt. Feine und detailreiche aufgemalte Muster zierten Borten und Säume der Kleidungsstücke. Dabei erweckte die Verwendung seltener und hochwertiger Farbmittel ein Bild strahlendem Reichtums und großer Macht. Selbst die nur spärlichen Reste einstiger Pracht, die hier überdauert haben, stellen heute den größten Bestand an antiker Farbigkeit auf Bildwerken dar – andernorts gibt es dagegen nur Spuren oder Schriftquellen aus der Antike. Es sind Unmengen an Zinnober für die Farbgestaltung verarbeitet worden.

Die Terrakottaarmee - Ungefähre Hochrechnungen anhand der Figuren lassen schätzen, dass die Handwerker mindestens 2.000 kg Zinnober an der Terrakotta-Streitmacht verarbeitet haben. Gehen die Experten heute von einem Kilopreis von 2.000 Euro für hochwertig

Die Terrakottaarmee - Ungefähre Hochrechnungen anhand der Figuren lassen schätzen, dass die Handwerker mindestens 2.000 kg Zinnober an der Terrakotta-Streitmacht verarbeitet haben. Gehen die Experten heute von einem Kilopreis von 2.000 Euro für hochwertigen Zinnober in Deutschland aus, oder im heutigen China von einem Zehntel davon, kommen rechnerisch in beiden Fällen allein hierfür enorme Summen heraus.[30] Tausende großer Figuren mit Lack zu überziehen und detailgenau zu bemalen, war schon an sich eine erstaunliche Herausforderung. Sie lag aber offensichtlich nicht jenseits der Ansprüche eines Kaisers, der einmal sogar daran dachte, die Stadtmauern seiner Hauptstadt komplett lackieren zu lassen.

Die Terrakottaarmee - Es wurden natürlich und künstlich hergestellte Pigmente nachgewiesen. Ferner sind nicht nur die verwendeten Malmaterialien, welche die Farbfassung der Terrakottafiguren charakterisieren, sondern auch die aufwändige Maltechnik, welche

Die Terrakottaarmee - Es wurden natürlich und künstlich hergestellte Pigmente nachgewiesen. Ferner sind nicht nur die verwendeten Malmaterialien, welche die Farbfassung der Terrakottafiguren charakterisieren, sondern auch die aufwändige Maltechnik, welche für die Bemalung einer geschätzten Figurengesamtoberfläche von 16 Quadratkilometer ausgewählt wurde, wichtig. Die zielgerichtete und abgestimmte Anwendung reiner Pigmente oder Mischungen zur Bemalung oder Unterscheidung einzelner Partien der Figuren, sowie der teils ein-, teils mehrschichtige Aufbau der Farbgebung, belegen die hohe Qualität der damals sehr fortschrittlichen Bemalungstechnik. Die vielen Farbabstufungen der Inkarnate und dargestellten Bekleidung steht im Einklang mit der seidenglatten, braunen Oberfläche des ostasiatischen Lacks. Zudem glänzt der hauchdünn aufgetragene Lack. Die Farbfassungen sind im Kontrast dazu dicker und matt. Weitere Kontraste bilden die schwarz glänzenden Haare gegen leuchtend rote, aber seidig matte Haarbänder und die dunkel glänzenden Pupillen gegen matte rosafarbene Haut.

Die Terrakottaarmee - Es wurden – schon von den Erbauern mittels einer Chromsalzlösung gegen Verfall geschützte – echte Waffen gefunden: Schwerter aus Bronze, Pfeilspitzen und Speerspitzen aus Bronze und Eisen, ferner Armbrüste mit Bronzeabzugsmechanismen

Die Terrakottaarmee - Es wurden – schon von den Erbauern mittels einer Chromsalzlösung gegen Verfall geschützte – echte Waffen gefunden: Schwerter aus Bronze, Pfeilspitzen und Speerspitzen aus Bronze und Eisen, ferner Armbrüste mit Bronzeabzugsmechanismen. Die mit Stempelung datierten Waffen der Terrakotta-Krieger stammen – unter anderem – aus den ersten Regierungsjahren, als Qin Shihuangdi noch König war. Sie waren also bereits von realen Soldaten benutzt worden, bevor sie den tönernen in die Hände gelegt wurden. Diese Waffen aus den staatlichen Manufakturen sind die frühesten Produkte in China, welche laut Gesetz den Herstellernamen vermerkt hatten. Nicht aufkeimender Individualismus oder Signaturen als Ausdruck persönlichen Stolzes der Produzenten auf ihr Werk war der Zweck, sondern eine Möglichkeit zur Qualitätskontrolle. Zudem gab es Seriennummern. Jedes Stück war von gleichbleibend hoher technischer Qualität, obwohl durch Inschriften auf den Waffen belegbar ist, dass sie zu hohen Stückzahlen in staatlichen Fabriken gefertigt wurden.

Die Terrakottaarmee -  Die gefundenen Waffen der Grabkrieger sind denen der sechs unterworfenen Reiche in Art und Form ähnlich, sie bestehen aber fast ausschließlich aus Bronze. An Waffenteilen aus Schmiedeeisen wurden zunächst nur eine Speer-, eine eiser

Die Terrakottaarmee -  Die gefundenen Waffen der Grabkrieger sind denen der sechs unterworfenen Reiche in Art und Form ähnlich, sie bestehen aber fast ausschließlich aus Bronze. An Waffenteilen aus Schmiedeeisen wurden zunächst nur eine Speer-, eine eiserne Pfeil- und zwei bronzene Pfeilspitzen mit eisernem Schaft entdeckt. Die Regionen waren schon während der Zeit der Streitenden Reiche in gewissem Umfang für Produktion und Einsatz eiserner Waffenbestandteile bekannt. Bereits im 4. Jahrhundert v. Chr. entwickelte sich die Verarbeitung von Eisen zunächst in Abwehrtechniken: Der älteste erhaltene und restaurierte Eisenpanzerhelm stammt aus Xiadu (Grab M 44). Zunehmend mit Armbrüsten und Eisen- und Stahlwaffen gekämpft wurde erst in der letzten Hälfte der Auseinandersetzungen zwischen den „Streitenden Reichen“, und für deren Krieger wurden zunächst verstärkt Rüstungen und Helme aus Eisen hergestellt. Das früheste in China belegte Eisenschwert stammt aus dem 8. Jahrhundert v. Chr. (frühe Chunqiu-Periode, 722 bis 481 v. Chr.).

Die Terrakottaarmee - Experten vertreten aufgrund der analysieren Funde der Grabanlage die These, dass in der Qin-Zeit eine Stagnation der Eisenwaffenentwicklung stattfand. In der Grabanlage wurden aber viele Werkzeuge aus Eisen gefunden. Als waffentechni

Die Terrakottaarmee - Experten vertreten aufgrund der analysieren Funde der Grabanlage die These, dass in der Qin-Zeit eine Stagnation der Eisenwaffenentwicklung stattfand. In der Grabanlage wurden aber viele Werkzeuge aus Eisen gefunden. Als waffentechnische Neuentwicklung der Qin-Zeit gelten dagegen Lamellenpanzer mit beweglichen Lederschuppen, welche die Figuren in verschiedenen Ausführungen zeigen. Der Staat Qin war zwar insgesamt gesehen in der Waffentechnologie eher rückständig, konnte aber letztlich dennoch alle Kontrahenten annektieren. Die Waffen aus den Gruben wurden – ihren Inschriften nach – in der zentral organisierten kaiserlichen Werkstatt Sigong hergestellt. In dieser wurden auch Beschläge für die kaiserlichen Wagen und für das Pferdezaumzeug produziert. Die Datierungen in den Inschriften weisen ab dem dritten Regierungsjahr – noch als König – auf eine, mit Unterbrechungen, fast durchgängige Produktion hin, bis fast in die letzten Kaiserjahre Qin Shihuangdis. Vor dem siebten Herstellungsjahr (240 v. Chr.) war sein Kanzler Lü Buwei der oberste für die Kontrolle zuständige Beamte. Danach fehlt der Name der überwachenden Person, und es finden sich nur Handwerkernamen, die in der zentralen Werkstatt produzierten. Darin ist eine Machtschwächung des Kanzlers und somit eine Stärkung der zentralistischen Macht des Kaisers ablesbar.

Die Terrakottaarmee - Kniende Schützen wurden beim Nachspannen der Armbrust dargestellt, die ledernen Lamellen ihrer gepanzerten Waffenröcke sind detailliert in Ton nachbildet. Auch die Struktur der dabei freiliegenden Schuhsohle ist herausgearbeitet word

Die Terrakottaarmee - Kniende Schützen wurden beim Nachspannen der Armbrust dargestellt, die ledernen Lamellen ihrer gepanzerten Waffenröcke sind detailliert in Ton nachbildet. Auch die Struktur der dabei freiliegenden Schuhsohle ist herausgearbeitet worden. Die verwendete Chinesische Armbrust wurde bereits in der Zeit der Streitenden Reiche (um 475 v. Chr.) entwickelt. Anders als die bekannteren europäischen Armbrüste besitzt sie keinen Schaft für einen Schulteranschlag, sondern nur einen Handgriff. Der Bogen wurde aus Holz oder Horn gefertigt, der Schaft aus Holz. Der Abzugsmechanismus bestand aus Bronze und wurde zur Qin-Zeit bereits standardisiert in Serienfertigung hergestellt. Er bestand aus vier Einzelteilen und war so präzise gefertigt, dass dieser von den Qin-Truppen als Ersatzteil mit ins Feld genommen und bei Bedarf leicht ausgetauscht werden konnte. Die Präzision, der genau ineinander passend gegossenen beweglichen Teile, betrug nur Bruchteile eines Millimeters. Es kann davon ausgegangen werden, dass diese Genauigkeiten in der Waffenfertigung mit zum Erfolg Qins gegen die rivalisierenden Feudalstaaten beitrug.

Die Terrakottaarmee - Die Rückhaltevorrichtung für die Sehne war einfach und funktionell gestaltet. Mit Hilfe der Fertigung in Serie konnte die Militärführung schnell große Soldatenmengen auszurüsten. Die Durchschlagskraft dieser Armbrüste war nicht so ho

Die Terrakottaarmee - Die Rückhaltevorrichtung für die Sehne war einfach und funktionell gestaltet. Mit Hilfe der Fertigung in Serie konnte die Militärführung schnell große Soldatenmengen auszurüsten. Die Durchschlagskraft dieser Armbrüste war nicht so hoch wie die der später von den Europäern verwendeten, jedoch kompensierte die ermöglichte Quantität diesen Nachteil. Frühe Formen finden sich in China, beispielsweise um einfache Wehrbauern bei drohender Invasion von Reitervölkern aus dem Nordwesten damit auszurüsten.

Die Terrakottaarmee - Bei der gefundenen Nebenbestattung von 17 Männern und Frauen in Holzsärgen entdeckten die Ausgrabungsteams Gegenstände aus Gold, Silber und Jade sowie einst aufwendig gearbeitete Seidenfragmente. Dies kennzeichnet deren einst hohen g

Die Terrakottaarmee - Bei der gefundenen Nebenbestattung von 17 Männern und Frauen in Holzsärgen entdeckten die Ausgrabungsteams Gegenstände aus Gold, Silber und Jade sowie einst aufwendig gearbeitete Seidenfragmente. Dies kennzeichnet deren einst hohen gesellschaftlichen Rang. Es scheint, als ob sie getötet wurden: Einige ihrer Körperglieder waren abgetrennt worden. Der Großhistoriker Qian berichtete, dass Prinzen und Prinzessinnen sowie treue Minister unter Druck gesetzt wurden, bis sie darum baten, ihrem früheren Herrn in den Tod folgen zu dürfen und einen Beisetzungsplatz in seiner Grabanlage zu erhalten.[7] Es kann gleichwohl nur spekuliert werden, ob sie darum gebeten hatten, ihrem ehemaligen Herrn ins Grab folgen zu dürfen, ob sie in einem religiösen Ritual geopfert wurden oder ob sie die Opfer von politischen Intrigen waren.

Die Terrakottaarmee - Das Mausoleumsgelände war schon wenige Jahre nach seiner Fertigstellung geplündert und Teile der Anlage stark zerstört worden. Beispielsweise wurden die Soldatenskulpturen vielfach ihrer ursprünglich funktionstüchtigen Waffen beraubt

Die Terrakottaarmee - Das Mausoleumsgelände war schon wenige Jahre nach seiner Fertigstellung geplündert und Teile der Anlage stark zerstört worden. Beispielsweise wurden die Soldatenskulpturen vielfach ihrer ursprünglich funktionstüchtigen Waffen beraubt. Es fanden sich aber auch fehlgeschlagene Grabräubertunnel. Viele Terrakottafiguren sind zerbrochen, denn die unterirdischen Holzkonstruktionen der Schächte – in denen sie standen – wurden angezündet. In den eingestürzten Gängen wurden viele Figuren von den darüberliegenden Erdschichten erdrückt.

Die Terrakottaarmee - Die Zerstörungsspuren sind auch heute noch zu erkennen: Holzbalken sind verkohlt, Terrakotta und Erde lassen deutliche Brandspuren erkennen

Die Terrakottaarmee - Die Zerstörungsspuren sind auch heute noch zu erkennen: Holzbalken sind verkohlt, Terrakotta und Erde lassen deutliche Brandspuren erkennen

Die Terrakottaarmee - Später wurde Sand in die Gruben geschwemmt, Deckenbalken bogen sich durch, brachen ein, und Erdreich rutschte nach. Jüngere Grablegen auf dem Mausoleumsgelände scheinen darauf hinzudeuten, dass das Areal im Bewusstsein der Landbewohn

Die Terrakottaarmee - Später wurde Sand in die Gruben geschwemmt, Deckenbalken bogen sich durch, brachen ein, und Erdreich rutschte nach. Jüngere Grablegen auf dem Mausoleumsgelände scheinen darauf hinzudeuten, dass das Areal im Bewusstsein der Landbewohner noch lange eine besondere Bedeutung hatte. Auch wurde das Gelände zunächst nicht in größerem Maßstab bebaut.

Die Terrakottaarmee - In der Erde der Ausgrabungen finden sich oft nur noch Abdrücke der vielfältigen Mausoleumsbestandteile, die heute vollständig vergangen sind. Hierzu gehören beispielsweise die Balkendecken der ehemaligen Korridore und die Flechtmatte

Die Terrakottaarmee - In der Erde der Ausgrabungen finden sich oft nur noch Abdrücke der vielfältigen Mausoleumsbestandteile, die heute vollständig vergangen sind. Hierzu gehören beispielsweise die Balkendecken der ehemaligen Korridore und die Flechtmatten zum Abdichten der Korridore, aber auch hölzerne Streitwagen und die Holzschäfte der Waffen und Pfeile.[

Die Terrakottaarmee - Die ersten Kriegerfiguren, jene 1100, die in Museumshalle 1 zu besichtigen sind, wurden zu schnell ausgegraben und zusammengeklebt. Lack und Farbe sind verloren. Die gebrannten Figuren befanden sich jahrtausendelang verschüttet in wa

Die Terrakottaarmee - Die ersten Kriegerfiguren, jene 1100, die in Museumshalle 1 zu besichtigen sind, wurden zu schnell ausgegraben und zusammengeklebt. Lack und Farbe sind verloren. Die gebrannten Figuren befanden sich jahrtausendelang verschüttet in wassergesättigtem Erdreich und verloren nach ihrer Freilegung in kürzester Zeit ihren ursprünglichen Farbüberzug. Erst Mitte 2004 gelang es Experten aus Bayern, in Zusammenarbeit mit chinesischen Kollegen, ein Verfahren zum Schutz dieses Farbüberzugs zu entwickeln. Forscher der TU München haben im Jahr 2012 zwei der bunten Krieger nachgebildet.

Die Terrakottaarmee - Das grundsätzliche Problem ist die einsetzende Austrocknung der Terrakottafiguren nach ihrer Ausgrabung. Die noch vorhandenen Reste der reichen Bemalungen lösen sich rasch vom Untergrund. Oft bleiben die Farbschichten auch bei der En

Die Terrakottaarmee - Das grundsätzliche Problem ist die einsetzende Austrocknung der Terrakottafiguren nach ihrer Ausgrabung. Die noch vorhandenen Reste der reichen Bemalungen lösen sich rasch vom Untergrund. Oft bleiben die Farbschichten auch bei der Entnahme der Figuren an der Erde haften. Ganze Blöcke mit Farbresten – in den umgebenden Lösboden abgedrückt – werden mit Hilfe von Gips eingebettet konserviert und später archiviert.

Die Terrakottaarmee - Zudem droht Gefahr durch die allgemein zunehmende Modernisierung Chinas. Noch vor 25 Jahren war Xi’an eine Kleinstadt, und der heutige Stadtbezirk Lintong war ein Bauerndorf. Mittlerweile haben sich hier Millionen von Menschen angesi

Die Terrakottaarmee - Zudem droht Gefahr durch die allgemein zunehmende Modernisierung Chinas. Noch vor 25 Jahren war Xi’an eine Kleinstadt, und der heutige Stadtbezirk Lintong war ein Bauerndorf. Mittlerweile haben sich hier Millionen von Menschen angesiedelt. Der steigende Wasserverbrauch lässt den Grundwasserspiegel sinken und die Terrakottafiguren – in der sie umgebenden Erde – austrocknen. Die Lackschichten bröckeln dadurch ab. Die Hallen mit den Grabungsstätten müssten klimatisiert werden. Neue intelligente Techniken, Bepflanzungen und Schutzgebäude wären dringend nötig um die Luftfeuchtigkeit auf natürliche Weise zu regulieren

Die Terrakottaarmee - Das primäre Ziel der chinesischen Archäologen besteht darin, die restlichen Terrakottasoldaten auszugraben und gegebenenfalls zu restaurieren. Selbiges soll mit den vermuteten Wagenkolonnen passieren.

Die Terrakottaarmee - Das primäre Ziel der chinesischen Archäologen besteht darin, die restlichen Terrakottasoldaten auszugraben und gegebenenfalls zu restaurieren. Selbiges soll mit den vermuteten Wagenkolonnen passieren.

Die Terrakottaarmee - Der Historiker Sima Qian beschrieb in seinem von 109 bis 91 v. Chr. geschriebenen Werk Shiji die Grabhalle Qin Shihuangdis folgendermaßen:     [Der Erste Kaiser] ließ den Gelben Fluss, den Jangtse und die Ozeane aus Quecksilber nachb

Die Terrakottaarmee - Der Historiker Sima Qian beschrieb in seinem von 109 bis 91 v. Chr. geschriebenen Werk Shiji die Grabhalle Qin Shihuangdis folgendermaßen:     [Der Erste Kaiser] ließ den Gelben Fluss, den Jangtse und die Ozeane aus Quecksilber nachbilden; ein Mechanismus ließ das Quecksilber umherfließen. Die Decke wurde von den Konstellationen des Himmels geschmückt, der Boden mit einer Darstellung des Landes. Die Lampen wurden mit Tran gefüllt, der besonders lange brennen sollte.

Die Terrakottaarmee - Neuere Untersuchungen mit Sonar- und Computertechnik haben tatsächlich eine hohe Quecksilberkonzentration im Berg nachgewiesen.

Die Terrakottaarmee - Neuere Untersuchungen mit Sonar- und Computertechnik haben tatsächlich eine hohe Quecksilberkonzentration im Berg nachgewiesen.

Die Terrakottaarmee - Die kultur- und kunsthistorische Forschung der chinesischen Wissenschaftler wird im Rahmen des chinesisch-deutschen Projektes zur Zusammenarbeit im Kulturgüterschutz von der Bundesrepublik Deutschland unterstützt. Seit 1988 besteht d

Die Terrakottaarmee - Die kultur- und kunsthistorische Forschung der chinesischen Wissenschaftler wird im Rahmen des chinesisch-deutschen Projektes zur Zusammenarbeit im Kulturgüterschutz von der Bundesrepublik Deutschland unterstützt. Seit 1988 besteht die Zusammenarbeit zwischen dem Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und der Provinz Shaanxi. Als ehemaliges Zentrum Chinas in der chinesischen Antike, dessen Hauptstadt von 221 v. Chr. bis ins 10. Jahrhundert n. Chr. in Xi’an lag, und als Ausgangspunkt der Seidenstraße ist die Provinz von großer historischer Bedeutung. Die Kooperation umfasst u. a. Quellenstudium, naturwissenschaftliche Untersuchungen zu Materialien und Techniken sowie Rekonstruktionsversuche, da über die antiken Kunsttechniken, über Ressourcen, Handelswege und Produktionsmöglichkeiten besonders für die Qin-Zeit bisher wenig bekannt ist. Auf deutscher Seite sind das Römisch-Germanische Zentralmuseum in Mainz und das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege an der Kooperation beteiligt. Das Projekt wird vom BMBF finanziert und mit Mitteln des Bayerischen Staates unterstützt. Im Rahmen des Projektes werden seit 1991 u. a. Methoden zur Konservierung der Farbgebung entwickelt; seit 2001 können daher auch einige Terrakotta-Krieger mit konservierter Farbfassung im Museum auf dem Ausgrabungsgelände ausgestellt werden. Seit dem Jahr 2000 weitete sich die Kooperation auch auf andere neu entdeckte Funde der Grabanlage aus, so z.B. die Kalksteinplättchenrüstungen.

Die Terrakottaarmee  - 2010 wurde das Archäologenteam der „Terrakotta-Armee“ mit dem Prinz-von-Asturien-Preis in der Kategorie Sozialwissenschaften ausgezeichnet.

Die Terrakottaarmee  - 2010 wurde das Archäologenteam der „Terrakotta-Armee“ mit dem Prinz-von-Asturien-Preis in der Kategorie Sozialwissenschaften ausgezeichnet.

Die Terrakottaarmee

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Besucher der Terrakottaarmee

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Sonnenuntergang in Xian

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