Harpyie in Nicaragua

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Harpyie in Nicaragua

Harpyie in Nicaragua

Die Harpyie (Harpia harpyja) (Aussprache [ha?'p?y?j?]) ist eine sehr große, kräftig gebaute Greifvogelart. Die Art bewohnt die tropischen Wälder Mittel- und Südamerikas und ernährt sich dort vor allem von Faultieren und Affen. Die Gattung Harpia ist monotypisch mit der Harpyie als einziger Art.
Beschreibung
Die Harpyie gehört zu den größten Greifvögeln der Welt und ist wohl der physisch stärkste Greifvogel. Der Rumpf ist überaus kräftig, die Flügel sind relativ kurz und sehr breit, der Schwanz ist dagegen relativ lang. Körperbau und Färbung der Harpyie sind typisch für Greifvögel, die im Wald leben und dort schnelle und relativ große Beute jagen, und finden sich in sehr ähnlicher Form zum Beispiel auch bei Habicht und Sperber. Die Harpyie stellt hinsichtlich Größe und Gewicht ein Extrem dieses Typs dar.
Sie erreicht eine Körperlänge von 89 bis 110 cm[1] und eine Flügelspannweite von 1,76 bis 2,01 m. Der Geschlechtsdimorphismus hinsichtlich Körpergröße und -gewicht ist sehr groß. Männchen wiegen 4,0 bis 4,8 kg und haben eine Flügellänge von 543 bis 580 mm, Weibchen erreichen ein Gewicht von 6,0 bis 9,0 kg und eine Flügellänge von 583 bis 626 mm. Beine, Zehen und Krallen sind außerordentlich kräftig, die Hinterkralle kann bis zu sieben Zentimeter lang sein.
Verbreitungsgebiet
Das Verbreitungsgebiet der Harpyie erstreckt sich von Süd-Mexiko über ganz Mittelamerika und das nördliche und mittlere Südamerika bis Süd-Brasilien und Nordost-Argentinien. In diesem großen Gebiet bewohnt die Harpyie die subtropischen Wälder und die tropischen Regenwälder des Flach- und Hügellandes bis in etwa 900 m Höhe, lokal auch bis 2000 m Höhe.
Bestandsentwicklung
Mittelfristig ist die Harpyie vor allem durch die Zerstörung ihres Lebensraumes, insbesondere durch Brandrodung, sowie durch direkte Bejagung bedroht. Sie ist aufgrund ihrer großen Raumansprüche nirgendwo häufig anzutreffen und kann wegen ihrer geringen Reproduktionsrate Verluste durch die Jagd nur sehr langsam ausgleichen. Die Harpyie kann auch in einer durch Rodungen stark fragmentierten Landschaft überleben, solange die verbliebenen Waldinseln groß genug sind; hier ist sie jedoch durch Bejagung besonders gefährdet. Langfristig wird sie vermutlich nur überleben, wenn es gelingt, ausreichend große Flächen des tropischen Regenwaldes unter Schutz zu stellen. Die Harpyie wird in der Roten Liste gefährdeter Arten der Weltnaturschutzunion IUCN als Art der Vorwarnliste (Near Threatened) geführt.

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