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Der Eisvogel / Kingfisher

Der Eisvogel (Alcedo atthis) ist die einzige in Mitteleuropa vorkommende Art aus der Familie der Eisvögel (Alcedinidae). Er besiedelt weite Teile Europas, Asiens sowie das westliche Nordafrika und lebt an mäßig schnell fließenden oder stehenden, klaren Gewässern mit Kleinfischbestand und Sitzwarten. Seine Nahrung setzt sich aus Fischen, Wasserinsekten (Imagines und Larven), Kleinkrebsen und Kaulquappen zusammen. Der Bestand hat in den letzten Jahren wieder zugenommen und die Art wird derzeit in Europa als dezimiert, aber im gesamten Verbreitungsgebiet als wenig bedroht eingestuft. Der Eisvogel war 1973 und 2009 Vogel des Jahres in Deutschland, 2009 in Österreich, 2005 in Belgien, 2006 Vogel des Jahres in der Schweiz und 2011 in der Slowakei.

Das  leuchtende Gefieder des Eisvogels

Die Tier-Familie der "Eigentlichen Eisvögel" umfasst etwa 90 Eisvogel-Arten.

Ihr gemeinsames Markenzeichen ist das wunderschöne Gefieder. Es schillert in blauer, grüner, türkiser, roter oder goldener Farbe.

Diese kommt aber nicht durch Farbpigmente in den Federn zustande, sondern wird durch die Lichtbrechung hervorgerufen. Daher verändert sich die Farbe des Gefieder auch, je nachdem wie die Sonne darauf fällt.

Verbreitung

Der Eisvogel besiedelt weite Teile Europas, Asiens, das westliche Nordafrika und teilweise Australien. Isolierte Populationen finden sich im östlichen Indonesien und in Melanesien. Zu den nicht von Eisvögeln besiedelten Regionen zählen Island, Nordschottland, Nordskandinavien und Sibirien. In Hochgebirgsregionen und Wüsten kommt diese Vogelart ebenfalls nicht vor, da Eisvögel während des ganzen Jahres offenes Süßwasser benötigen. In Mitteleuropa ist der Eisvogel mit wenigen Ausnahmen ein Standvogel. In vielen anderen Gebieten wie nordeuropäischen, osteuropäischen und zentralasiatischen Populationen kann der Anteil von Zugvögeln groß sein. Zugrouten und Überwinterungsplätze sind jedoch nicht hinreichend erforscht.

Die meisten Eisvögel leben in einer monogamen Brutehe. Vor allem in Jahren mit hoher Dichte leben einige Männchen in Bigamie mit zwei Weibchen, die, zeitlich überlappend, bis zu mehreren Kilometern voneinander entfernt brüten. Nach dem Schlüpfen der Jungen füttert das Männchen die parallel verlaufenden Bruten im Wechsel. Dabei sind auch Schachtelbruten möglich.

Brut

Zwischen Februar und März streifen Eisvögel laut rufend die Gewässer entlang. Wenn sie einen möglichen Partner gefunden haben, finden ausgedehnte Verfolgungsflüge knapp über dem Wasserspiegel statt, auch mitten durch den Wald bis über die Baumkronen. Sehr selten sind mehrere Vögel beteiligt. Danach werden mögliche Brutplätze meist durch Männchen besetzt.

Die Eiablage findet vormittags statt. Jeden Tag wird ein Ei gelegt. Die Eier sind weiß, glatt, fast kugelrund und zeigen in den ersten Tagen ein zartes Rosa. Danach färbt sich die Oberfläche porzellanweiß. Das Gewicht eines Eies liegt bei 4,4 Gramm. Hin und wieder sitzt ein Altvogel neben dem unvollständigen Gelege.

Das Weibchen legt in Mitteleuropa sechs bis acht Eier, selten mehr, und bebrütet diese im Wechsel mit dem Männchen erst, wenn das Gelege vollständig ist. Der brütende Vogel, nachts meist das Weibchen, sitzt mit dem Kopf zum Ausgang. Zur Brutablösung ruft der ankommende Partner vor der Steilwand kurz, worauf der brütende Vogel die Höhle verlässt. Die Brutzeit dauert 19 bis 21 Tage. Die Jungen schlüpfen vorwiegend am selben Tag, und nachdem alle geschlüpft sind, bleiben die Eierschalen meist am Eingang des Brutkessels oder in der Höhle liegen. Manchmal werden sie auch aus der Höhle entfernt und vor der Steilwand oder über Wasser fallen gelassen.

Von allen begonnenen Bruten gehen 30 bis 40 Prozent verloren. Ein Großteil der Verluste entsteht durch Hochwasser. Dabei werden manche Bruthöhlen durch starke Regenfälle überflutet oder zum Einsturz gebracht. Zudem ist das Gewässer durch mitgeführte Boden- und Lehmteilchen stark getrübt und vom Regen aufgewühlt, so dass der Fischfang beträchtlich erschwert wird und die Brut aufgrund von Nahrungsmangel verhungert. Ältere Jungvögel können allerdings kurze Mangelperioden überstehen.

Wanderung

Während die Altvögel meistens auch außerhalb der Brutsaison in ihren Revieren bleiben, streifen die selbstständigen Jungvögel auf der Suche nach einem geeigneten Gebiet ungefähr von Juli bis Mitte Oktober umher. Die Wanderungen können wenige bis 1000 Kilometer umfassen. Dabei legen Weibchen meist größere Entfernungen zurück als Männchen. Die Jungen aus Zweit- und Drittbruten legen häufig längere Wanderungen zurück. Haben sie ein Revier für den Winter gefunden, wird es in Hinblick auf die Gewässer und die Umgebung erkundet.

Der Eisvogel ist ein territorialer Einzelgänger. Er ist standorttreu und tagaktiv. Oft sitzt er lange Zeit still auf einem niedrig über dem Wasser hängenden Ast.

Bei der Begegnung zweier Individuen wird zunächst gedroht. Dabei sitzt der Eisvogel hoch aufgerichtet, gestreckt, mit angelegtem Kleingefieder und nach vorn sackenden Flügeln. Oft wird auch der Schnabel geöffnet. Die Kehlfedern sind eng angelegt. Zur Verstärkung der Drohung verbeugt sich der Eisvogel ganz langsam vor dem Gegner, wobei der Kopf einen vertikalen Kreisbogen beschreibt oder langsam von einer Seite zur anderen gedreht wird. Die stärkste Drohung besteht darin, dass der Vogel die Flügel ausbreitet und sich in voller Größe zeigt. Bei Drohduellen sitzen sich die Rivalen steif und dünn im Profil gegenüber, wobei manchmal kurze, von erregten Rufen begleitete Verfolgungsflüge stattfinden. Die Dauer kann mehrere Stunden betragen, in denen offensichtliche Gefahren kaum bemerkt werden. Vermutlich testen sie sich dabei in Bezug auf Ausdauer, Kraft und Belastbarkeit. Mit der Aufgabe des schwächeren Vogels endet das Duell.

Warum ist der Bestand der Eisvögel bedroht?

Der Eisvogel zählt zu den vom Aussterben bedrohten Vögeln. Früher wurde er als Fischereischädling getötet, heute gefährden ihn Begradigung der Bachufer, Wasserverschmutzung, Störungen durch Angler, Bootsfahrer und Badende.

Früher wurde der Eisvogel als "Fischereischädling" getötet, heute gefährden ihn Begradigung der Bachufer, Wasserverschmutzung, Störungen durch Angler, Bootsfahrer und Badende.

Wie können wir dem Eisvogel nutzen ?

Gewässer in Ruhe lassen, Wasserverschmutzungen vermeiden, künstliche Brutwände und Nahrungsteiche anlegen!

Kingfisher  Eisvogel im Chitwan Nationalpark in Nepal

Kingfisher  Eisvogel im Chitwan Nationalpark in Nepal 

Kingfisher  Eisvogel im Chitwan Nationalpark in Nepal

Kingfisher  Eisvogel im Chitwan Nationalpark in Nepal 

Kingfisher  Eisvogel im Chitwan Nationalpark in Nepal

Kingfisher  Eisvogel im Chitwan Nationalpark in Nepal 

Kingfisher  Eisvogel im Chitwan Nationalpark in Nepal

Kingfisher  Eisvogel im Chitwan Nationalpark in Nepal 

Kingfisher  Eisvogel im Chitwan Nationalpark in Nepal

Kingfisher  Eisvogel im Chitwan Nationalpark in Nepal 

Kingfisher  Eisvogel im Chitwan Nationalpark in Nepal

Kingfisher  Eisvogel im Chitwan Nationalpark in Nepal 

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