São Paulo 14.11.2017 Untersuchungsbericht der Bundesstaatsanwaltschaft São Paulo macht die VW-Tochter in Brasilien für Folter von oppositionellen Mitarbeitern verantwortlich

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São Paulo 14.11.2017 Untersuchungsbericht der Bundesstaatsanwaltschaft São Paulo macht die VW-Tochter in Brasilien für Folter von oppositionellen Mitarbeitern verantwortlich

São Paulo 14.11.2017 Untersuchungsbericht der Bundesstaatsanwaltschaft São Paulo macht die VW-Tochter in Brasilien für Folter von oppositionellen Mitarbeitern verantwortlich

Der Volkswagen-Konzern hat sich in der Zeit der brasilianischen Militärdiktatur offenbar aktiv an politischer Verfolgung und Unterdrückung von Regime-Gegnern beteiligt.

São Paulo 14.11.2017 Untersuchungsbericht der Bundesstaatsanwaltschaft São Paulo macht die VW-Tochter in Brasilien für Folter von oppositionellen Mitarbeitern verantwortlich
Die  VW-Tochter in Brasilien hat ihre eigenen Mitarbeiter und deren politische Gesinnung in der Zeit der Militärdiktatur (1964 - 1985) ausgespäht und dies in Akten dokumentiert.
Diese Informationen seien der Politischen Polizei, die Regimegegner folterte und tötete, weitgeleitet worden. „VW hat sich an der Ausübung der Repression beteiligt. Nicht nur ideologisch. Das Unternehmen hat an der polizeilichen, politischen Repression der Arbeiter mitgewirkt“, so der Hauptgutachter der Bundesstaatsanwaltschaft, Guaracy Mingardi. VW Brasilien habe dabei aus eigenem Antrieb gehandelt, nicht etwa auf Aufforderung des Regimes: „Die Firma hat mitgemacht, weil sie das so wollte“, so Mingardi.
Verhaftete Mitarbeiter seien monatelang gefoltert worden
Außerdem habe Volkswagen politische Verhaftungen auf dem Werksgelände unterstützt, für die keine Haftbefehle vorgelegen hätten. Wie viele Fälle von Verhaftungen es gegeben habe, sei nach wie vor offen – für den Sommer 1972 wisse man von mindestens sechs.
Diese Entscheidungen seien mindestens auf der Ebene der Abteilungsleiter getroffen worden. Verhaftete Mitarbeiter seien monatelang von der Politischen Polizei gefoltert worden. Außerdem habe der Konzern dem Bericht zufolge auch mit anderen Institutionen des Regimes wie dem Geheimdienst zusammengearbeitet. VW Brasilien habe darüber hinaus eine führende Rolle in einem Firmennetzwerk gespielt, das sich über oppositionelle Mitarbeiter austauschte und schwarze Listen erstellte.
VW will auf die Betroffenen zugehen
Nach Einschätzung des brasilianischen Bundesstaatsanwaltes Pedro Machado, der die Ermittlungen gegen VW Brasilien leitet, zeigt der Bericht „reichlich Belege“ für eine systematische Zusammenarbeit von VW mit der brasilianischen Militärdiktatur. Auf Grund der neuen Qualität der Belege sei in dem zivilrechtlichen Ermittlungsverfahren nun die Eröffnung eines Gerichtsverfahrens nicht mehr ausgeschlossen. Derzeit setzt man aber noch auf einen Vergleich: „Wir hoffen, dass die Firma sich bewusst wird, was passiert ist, und den Fehler anerkennt – und wir nicht in ein Gerichtsverfahren einsteigen müssen“, so der Bundesstaatsanwalt.


Die brasilianische VW-Tochter Volkswagen do Brasil hat demnach die eigenen Mitarbeiter und deren politische Gesinnung ausgespäht. Diese Informationen landeten, beispielsweise in Form von schwarzen Listen, bei der Politischen Polizei der Militärmachthaber. Dafür zuständig war den Recherchen zufolge der VW-Werkschutz, die Sicherheitsabteilung des Konzerns. Das Militär beherrschte Brasilien von 1964 bis 1985.

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