Ein Ort der Folter: der "Cub Atletico"

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Ein Ort der Folter: der "Cub Atletico"

Ein Ort der Folter: der "Cub Atletico"

Installation am Ort des ehemaligen Folterzentrums Club Atlético

Zur Durchführung ihres Massenmords errichteten die Militärs ein Netz von über das gesamte Land verteilten geheimen Internierungszentren (Centros Clandestinos de Detención – CCD), in denen sie diejenigen, die sie als ihre Gegner definierten, isolierten, nach systematischen Methoden folterten und danach zum Großteil töteten.

Die Lager Club Atlético, Banco und Olimpo existierten nacheinander unter dem Kommando des Ersten Armeekorps. Für den Betrieb aller drei Lager war die Polizei zuständig. Das CCD im sogenannten Club Atlético bestand von Mitte 1976 bis Ende 1977 und befand sich im südlichen Stadtteil San Telmo der Hauptstadt Buenos Aires. Zwischen 1.500 und 1.800 Personen wurden dort geheim festgehalten und gefoltert, die meisten von ihnen blieben bis heute verschwunden. Wegen des Baus einer Autobahn musste das Gebäude aufgegeben werden. Der Großteil der zu diesem Zeitpunkt noch verbliebenen Gefangenen wurde daraufhin in das CCD El Banco überstellt. Dieses bestand von Ende 1977 bis Mitte 1978 im Bezirk Matanza südlich der Hauptstadt auf einem Gelände der Provinzpolizei von Buenos Aires. El Banco war von Beginn an als nur temporärer Unterbringungsort für die Entführten bis zur Fertigstellung eines neuen Internierungszentrums im sogenannten Olimpo vorgesehen. Im August 1978 wurden die ersten Gefangenen dorthin überstellt. Das CCD Olimpo wurde im Stadtteil Floresta in Buenos Aires auf einem Gelände mit ehemaligen Kfz-Werkstätten der Bundespolizei eingerichtet. Im Januar 1979 wurde es vermutlich wegen des angekündigten Besuchs der Interamerikanischen Menschenrechtskommission in Argentinien aufgelöst. Vor der endgültigen Schließung des Zentrums wurden die verbliebenen Gefangenen ermordet, einige wenige auch in andere Lager überstellt. Während seiner Existenz dürften etwa 500 Menschen im Olimpo illegal festgehalten, gefoltert und zum Großteil auch ermordet worden sein.

Die Vorgehensweise der Militärs zeichnete sich dadurch aus, dass Verfolgung und Repression im Geheimen stattfanden. Es sollten möglichst keine Spuren eines konkreten Verbrechens hinterlassen werden, auch nicht in Form der Körper der Ermordeten. Doch nicht immer waren die Täter damit erfolgreich. Eine der Methoden um sich der Körper der Verschwundenen zu entledigen war, sie in noch lebendem Zustand aus Flugzeugen über den Rio de la Plata abzuwerfen. Doch der Fluss hatte oft seinen eigenen Willen und spülte die Körper wieder zurück ans Ufer, wo sie dann zumeist von unbedarften Anrainern aufgefunden wurden. In den Jahren der Diktatur erschienen in den Zeitungen immer wieder Fotos und Berichte von angespülten Leichen nicht nur am Ufer des La Plata in Buenos Aires sondern auch im gegenüber liegenden Uruguay oder an der südlich gelegenen Meeresküste.

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