1. Die Ebenen der Präsentation:

Meine Interaktionsstrategie festlegen: Wie reagiere ich auf Fragen und Kritik ?

Mein Auftreten konzipieren: Welche nonverbalen und verbalen Mittel nutze ich zur Gestaltung meiner Präsentation ?

Die Medien festlegen:

Wie setze ich die Medien optimal ein ?

Was visualisiere ich und wie strukturiere ich den Vortrag ?

Welches Medium wähle ich ?

Wie schätze ich mein Publikum ein ?

Wer ist woran interessiert ?

Meine Ziele festlegen:

Was will ich mit meiner Präsentation erreichen ?

2. Die Vorbereitung der Präsentation

2.1. Meine Ziele:                                                                            Zunächst muss ich zwischen meinem Thema und meinen Zielen unterscheiden. Will ich z.B. die Struktur des Lehrplans Kommunikation erläutern oder die Bedeutung des Faches herausarbeiten? Die Informationspräsentation stellt hohe fachliche Anforderungen an mich , die Überzeugungspräsentation muss vor allem motivieren.

Die informierende Präsentation

    o ist sachlich und auch unterhaltsam angelegt,

    o reduziert Fachinhalte auf das Wesentliche und

    o bleibt anschaulich

Die überzeugende Präsentation

    o will begeistern,

    o will glaubwürdig sein,

    o wirbt um Vertrauen und

    o ist trotzdem fachlich fundiert.

2.3. Der Aufbau meiner Präsentation:

    o Meine Präsentation muss in klar strukturierte Bausteine gegliedert sein.

    o Einleitung und Schluss mussen deutlich gekennzeichnet sein.

    o Die Präsentation muss spannend aufgebaut und ansprechend gestaltet sein.

    o Vermitteln Sie abschließend einen starken Eindruck.

Auf der Sachebene muss meine Präsentation

    o informativ

    o argumentativ

    o logisch und

    o visuell ansprechend gestaltet sein.

Auf der Beziehungsebene muss meine Präsentation

    o wertschätzend

    o herzlich

    o freundlich und

    o sympathisch dargestellt werden.

2.4. Wie strukturiere und visualisiere ich meine Präsentation ?

im menschlichen Gehirn sind die Aufgaben verteilt:

    Die linke Hirnhälfte (Hemisphäre) aktiv, wenn es um folgende Dinge geht

  • Sprache
  • Lesen
  • Rechnen
  • Vernunft, Verstand
  • Logik
  • Regeln
  • Gesetze
  • Konzentration auf einen Punkt
  • Analyse
  • Details
  • Wissenschaft
  • Schritt für Schritt
  • Zeitempfinden

Die rechte Hirnhälfte (Hemisphäre)
ist "zuständig" für

Körpersprache Bildsprache Intuition Gefühl Kreativität Spontaneität Sprunghaftigkeit Neugier Spielen Risiko Synthese Überblick Kunst Tanz Musik Ganzheitlich Zusammenhänge Raumempfinden

Entsprechend müssen Präsentationen abstrakt - strukturiert und bildhaft zugleich augebaut sein.

z.B.

Tabellen, Diagramme und Strukturbilder

 

z.B.

Landkarten. Cartoons zur Polarisierung, Fotos als Belege und Experimente als Verständnishilfe

Die Struktur lässt sich nach drei Grundsätzen gestalten:

    o Darstellung eines Systems, z.B. das Organigramm

    o Ursache - Wirkung - Darstellung

    o Darstellung von Prozessen, z.B. das Flussdiagramm

Die Schrift und die Typographie verbinden den Inhalt sinnvoll mit der Form!

2.5. Welche Medien wähle ich ?

Die Entscheidung für ein Medium hängt von unterschiedlichen Faktoren ab:

 

Nutzen

Gefahr

CD, Cassette

auditiv

Technik kann versagen

OHP

visuell

Foliensalat, zu kleine Schrift, zu schneller Wechsel

PC - Beamer

(audio)visuell

aufwändig und teuer, Passivität des Betrachters, Gefahr der Mediendominanz

Flipchart

visuell

Zu enge Beschriftung

Pinwand

visuell

 

Tafel

visuell, preisgünstig, spontan einsetzbar

 

 

Video

audiovisuell

Dunkler Raum: Das Publikum schläft

Demonstrationsmaterial

haptisch

 

2.6. Wie trete ich auf ?

Ein Präsentator wirkt auf folgenden Ebenen:

55 % Körper

Haltung, Mimik, Gestik und Haltung zum Publikum

 

7 % Inhalt

Gliederung, Wortwahl und Anschauung

38 % Rhetorik

Artikulation, Betonung, Modulation und Pausen

 

Tipps:

1. Sprechen Sie frei.

2. Stellen Blickkontakt zum Publikum her.

3. Setzen Sie die Körpersprache ein.

4. Sprechen Sie zielgerichtet und klar.

2.7. Meine Strategie

”Ich bin gut, ich bin freundlich, ich begeistere und überzeuge das Publikum...”

Nicht vergessen:

Nehmen Sie Feedback an und reflektieren Sie Ihre Präsentation!

3. Praxistraining:

Einführende Übung:

1. Planen Sie in Gruppen Kurzpräsentationen zu den Themen Erfolgreich visualisieren, Körpersprache, Erfolgreich erklären, Medien einsetzen. Bewerten Sie anschließend Ihre Präsentation und lassen Sie von der Gruppe ein Feedback geben.

anschließend:

2. Präsentieren Sie ein Produkt oder einen modernen Betrieb/ Ihren Ausbildungsbetrieb im Plenum.